Veröffentlichungen 1998

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1998: Installation Paulinerkirche
Die Installation nach einer Idee des Künstlers Axel Guhlmann verwies auf eine “unverheilte Wunde in Stadtbild wie -historie”. Mit einer Stahlkonstruktion (Realisierung Projektentwicklerin Jutta Schrödl) wurden die Dimensionen der Universitätskirche Leipzigs wieder sichtbar gemacht. Die monumentale Größe verlieh dem Kunstwerk einen denkmalsartigen Charakter und beförderte die Diskussion um den Wiederaufbau des 1968 auf Veranlassung der Universität und nach Beschluss der SED-geführten Stadtverwaltung gesprengten Gotteshauses. Die 1998 errichtete Installation stand, entgegen der ursprünglichen Intention der Projektpartner Axel Guhlmann und Jutta Schrödl, weit mehr als 100 Tage. Sie war rein aus privaten Mitteln und durch Spenden und Unterstützung Leipziger Bürger und Firmen finanziert worden.
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29.05.1998: Erich Loest zur Sprengung Paulinerkirche
Das war Leipzigs bitterster Tag seit 1945. Die SED mit Paul Fröhlich und Ulbricht im Rücken hatte beschlossen, die Universitätskirche zu vernichten. Der Grund war simpel: Am Karl-Marx-Platz sollte kein Gotteshaus geduldet werden. (Am Grassimuseum) .... stand auch ich. Ich sah den sonnenerleuchteten Giebel und das Türmchen, das neigte sich ohne Laut für uns, das Dach sackte ein. Staub stieg auf, erst dann drang das Grollen herüber. Fröhlich erlebte den Aufbau des Karl-Marx-Platzes in seinem Sinne nicht mehr. Ulbricht wurde von seinem Nachfolger aufs Abstellgleis geschickt. Die Paulinerkirche sollte vergessen sein: wo auch immer Darstellungen mit dem Platz am Grimmaischen Tor veröffentlicht wurden, mußten sie so beschnitten werden, daß die Kirche jenseits des Randes lag. Die Täter setzten auf Zeit. Wer sie ins Vergessen abdrängen wollte, hoffte auf Gleichgültigkeit, aber er irrte sich in den Leipzigern
1998_05_29 Loest Turm von St_Pauli.pdf
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19.07.1998: Paulinerverein an Rektor Bigl - Steinerne Epitaphien stehen weiter ungeschützt (Grimmaische Straße)
Der Gedanke der Schaffung eines geistigen und geistlichen Zentrums der Universität am Augustusplatz hat durch die vielfältigen Veranstaltungen im Umfeld des 30. Mai 1998 großen Aufschwung genommen. Der Paulinerverein ist Ihnen persönlich, Herrn Prorektor Professor Kähler und Herrn Gutjahr-Löser dankbar für Ihr Engagement in dieser Sache. Auf der Basis einer Anregung durch unseren Verein sind seit November 1996 Herr Gutjahr-Löser, Herr Kustos Behrends und wir um die Erhaltung der wichtigsten steinernen Zeugnisse aus der alten Paulinerkirche bemüht, der Epitaphien, die jetzt noch offen eventuellen Angriffen ausgesetzt sind. Abgesehen davon, daß es sich um wertvolle Kunstwerke handelt, würden sie im Falle eines Neu- oder Wiederaufbaues dem neuen Gebäud einen hohen Grad von Authentizität verleihen.
1998_07_19 Brief an Bigl.pdf
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26.09.1998: Vorstandswahl Paulinerverein
Neuer Vorstand: Dr. Martin Helmstedt, Prof. Wolfram Behrendt, Detlef Grösel, Birk Engmann, Martin Kamprad, Hans-Christoph Müller, Wolfgang Unger.
Dabei sind Prof. Wolfgang Behrendt und UMD Wolfgang Unger neu im Vorstand.
1998_09_26 Vorstandswahl.pdf
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09.11.1998: Was soll mit dem Universitätsgebäudeam Augustusplatz geschehen? Sanierung? Abriß? Neubau?
Am 9. November 1998 konstituierte sich der Arbeitskreis Hauptgebäude Augustusplatz.
Ihm gehören an: Prof Dr. W Behrendt, Medizinische Fakultät, Dipl. Phil. R. Behrends, Kustodie, Frau Prof Dr. E. Blumenthal, Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften, Prof Dr. K. Eger, Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Prof Dr. M Petzold, Theologische Fakultät, Prof. Dr. Tb. Topfstedt, Fakultät fur Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften und Dr. G. Wiemers, Universitätsarchiv.
Er veröffentlichte Thesen zur zukünftigen Funktion und baulichen Gestaltung des Universitätshauptgebäudes am Leipziger Augustusplatz.
1998_11_09 Arbeitskreis Hauptgebäude Aug
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