Veröffentlichungen 2003

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27.01.2003: Presseerklärung des Rektors zum innerstädtischen Campus
Die Zusage der Staatsregierung nimmt damit unzweideutig Bezug auf das gegenwärtige Konzept der Universität, das den Wiederaufbau der Universitätskirche nicht vorsieht. Vor dem Hintergrund dieses offensichtlichen Kurswechsels der Sächsischen Staatsregierung und der offiziösen Meldungen in der Presse in Bezug auf den Wiederaufbau der Universitätskirche hat die Universitätsleitung in der vergangenen Woche die Folgen einer Ausgliederung des Grundstückes, auf dem sich die Paulinerkirche befand, eingehend geprüft. Im Ergebnis ist das Rektoratskollegium zu dem eindeutigen Schluss gekommen, dass ein solches Vorgehen für die Universität gravierende Nachteile für den Lehr- und Forschungsbetrieb ergeben und einen unverantwortbaren Bruch mit ihrer Tradition und eine Verletzung ihres Selbstverständnisses bedeuten würde.
2003_01_27 Rektor zum Campus.pdf
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28.01.2003: StuRa zum Kabinettsentscheid zum Wiederaufbau der Poulinerkirche
Der StudentinnenRat zeigt sich fassungslos gegenüber dem verantwortungslosen Handeln der sächsischen Landesregierung. Den Rücktritt des Rektors im Namen eines umstrittenen und unfunktionalen Wiederaufbaus in Kauf zu nehmen entbehrt jeglichen gesunden Gefühls für Prioritäten. In der Pressemitteilung nimmt dos SMWK zur Kenntnis, dass sowohl der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, als auch 56% der Bevölkerung gegen den Wiederaufbau sind, was die Ignoranz der Entscheidung unterstreicht.
2003_01_28 StuRa zum Wiederaufbau.pdf
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29.01.2003: Presseerklärung des Rektoratskollegiums der Universität Leipzig
Die Empfehlung der Sächsischen Staatsregierung zum Wiederaufbau der Paulinerkirche auf dem Universitätscampus am Augustusplatz hat das Rektoratskollegium mit Betroffenheit zur Kenntnis genommen. Die Staatsregierung bricht damit nicht nur ihre schriftliche Zusage, die Neugestaltung des Campus am Augustusplatz nach der Konzeption der Universität zu unterstützen, auf die sich die Universität beim Abschluss des Vergleiches zum Körperschaftsvermögen der Universität im Oktober 2000 verlassen hatte, sondern ignoriert auch die Beschlüsse der universitären Gremien,
2003_01_29 Wiederaufbau.pdf
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30.01.2003: Presseerklärung zum Rücktritt des Rektors (wegen Wiederaufbau Paulinerkirche)
Der Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Volker Bigl, hat am Donnerstag vor dem Senat seinen Rücktritt erklärt. Diese Entscheidung hat der Senat auf seiner Sondersitzung mit Respekt zur Kenntnis genommen und sich zugleich mit einem Beschluss hinter die von ihm vertretenen Auffassungen zum Aufbau des innerstädtischen Campus. Weiter heißt es: "Der Beschluss der Sächsischen Staatsregierung vom 28. Januar 2003 verlässt diesen Konsens. Er verletzt damit das Gebot der Verlässlichkeit. Er führt zu massiven zeitlichen Verzögerungen und verschlechtert die gegenwärtig bereits ungenügenden Möglichkeiten für Studium, Forschung und Lehre in unerträglicher Weise. Aus diesen Gründen kann die Universität keinesfalls auf die Nutzung des Gesamtareals am Augustusplatz verzichten. Der Senat lehnt jegliche Veräußerung des Grundstücks der ehemaligen Universitätskirche ab."
2003_01_30 Rücktritt Bigl.pdf
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17.02.2003: Zum Konflikt um den Wiederaufbau der Universitätskirche in Leipzig - Position der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
Das HRK-Plenum unterstützt die Organe der Universität in ihrer Haltung, sich den Drohungen, den Neubau des Campus eventuell ganz zu stoppen, nicht zu beugen. Es appelliert an die sächsische Staatsregierung, sich an die gemeinsame Erklärung aus dem Jahre 2000 zu halten und ein für die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Staat und Hochschule günstiges Zeichen zu setzen.
2003_02_17 Zum Konflikt um den Wiederauf
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19.02.2003: Erleichterung an der Universität (wegen Verzicht auf Wiederaufbau Paulinerkirche)
Die Universität Leipzig kann sich in ihrem Ringen um eine moderne architektonische Lösung für ihren Campus am Augustusplatz bestätigt sehen. Die Bebauung soll auf der Grundlage des Entwurfs des Architektenbüros Behet und Bondzio erfolgen. Der Plan eines originalgetreuen Wiederaufbaus der Universitätskirche, wie ihn der Paulinerverein verficht, wird nach dem Dresdner Gespräch von Ministeriumsseite nicht mehr in den weiteren Verhandlungen verfolgt werden. Wie Staatsminister Matthias Rößler sagte, wird er in den nächsten Tagen das Gespräch mit dem Paulinerverein über diese gemeinsame Plattform zur Neugestaltung des Universitätskomplexes am Augustusplatz suchen.
2003_02_19 Universitättsareal.pdf
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21.02.2003: Pressemitteilung Universität zur "Wende" des Paulinervereins
In einer Presseinformation vom 19. Februar erklärt der Paulinerverein - die Bürgerinitiative zum Wiederaufbau von Universitätskirche und Augusteum in Leipzig e.V. - , dass er "nie eine einhundertprozentige originalgetreue Rekonstruktion angestrebt" habe. Aber energisch muss widersprochen werden, wenn der Paulinerverein in seiner Presseerklärung behauptet und es "positiv würdigt..., dass die Fläche der ehemaligen Universitätskirche aus dem vorliegenden ungenügenden Entwurf der Architekten Behet und Bondzio ausgegliedert wird". In Dresden verständigten sich die Partner vielmehr auf eine moderne Bebauung auf der Grundlage des Entwurfs des genannten Architektenbüros und innerhalb dessen auf die Errichtung eines Gebäudes am Standort der gesprengten Kirche, das eine Balance zwischen einer Nutzung als Aula und als Universitätskirche herstellt und im Inneren wie im Äußeren an die alte Universitätskirche und ihre Zerstörung im Jahre 1968 erinnert.
2003_02_21 Wende Paulinerverein.pdf
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04.03.2003: Rektor Bigl an Obser (Bürgerfraktion)
Wie Sie wissen, hat es in jüngster Zeit um die Errichtung des innerstädtischen Campus am Augustusplatz - vielfach unzulässig verkürzt auf die Frage des Wiederaufbaus der Universitätskirche - heftige Auseinandersetzungen gegeben. Da in diesem Heft (S. 2-3,S. 19-27) ein realistisches Bild von der Geschichte der Kirche und ihrer Nutzung gezeichnet wird, kann der Beitrag zur Versachlichung der Diskussion beitragen -
2003_03_04 Rektor an Obser.pdf
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09.04.2003: Podiumsdiskussion "Welche Erinnerung brauchen wir?"
"Welche Erinnerung brauchen wir? Ein Streit um die Universität 2009". Unter diesem Titel ergeht eine Einladung aus der Mitte der Universität - Einladende sind fünf Professoren und der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Zentrums für Höhere Studien - an die Öffentlichkeit zur Teilnahme an einem Kolloquium.
2003_04_09 Welche Erinnerung brauche wir
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09.04.2003: Flyer zur Podiumsdiskussion "Welche Erinnerung brauchen wir?"
Äußerer Anlass der Konferenz ist der Streit um den Neubau der Universität am Augustusplatz und die dabei auftretende Frage des möglichen Wiederaufbaus der 1968 auf Veranlassung von Walter Ulbricht zusammen mit dem Augusteum gesprengten Paulinerkirche. Die Universität Leipzig befürwortet statt eines solchen Wiederaufbaus die Errichtung eines modernen, auf die Bedürfnisse von Forschung und Lehre ausgerichteten Campus an ihrem Stammplatz in Leipzig, der zugleich an den Verlust von 1968 erinnern soll.
2003_04_09 Welche Erinnerung.pdf
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18.04.2003: Gemeinsame Stellungnahme der Evangelischen und der Katholischen Studentengemeinde zur Diskussion um die Leipziger Paulinerkirche
Wir erwarten im Rahmen der Campus-Neugestaltung einen geweihten Gottesdienstraum, der als Kirche auch von außen erkennbar ist. Diesen möchten wir für ökumenische Gottesdienste, Taufen, Konzerte und Mittagsgebete nutzen. Wir wünschen uns, dass diese Kirche auch architektonisch an die ehemalige Paulinerkirche erinnert. Dabei denken wir insbesondere an die Roßbachsehe Ostfassade zum Augustusplatz, weil sie ein Identifikationsmerkmal für Christen und Bürger ist. Diese Fassade könnte in einen modernen Kirchenbau integriert werden. Auch einer weiter gehenden Rekonstruktion der Paulinerkirche stehen wlr nicht ablehnend gegenüber. Die Möglichkeit, einen äußerlichen Wiederaufbau mit einer modernen und zum Teil sakralen Innengestaltung (insbesondere des Chorraumes) zu verbinden, findet bei einigen Gemeindegliedern Sympathie.
2003_04_18 Stellung ESG und KSG.pdf
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22.05.2003: Mette mit Musik und Gedenken an die Sprengung der Universitätskirche vor 35 Jahren
Am 30. Mai 2003 findet um 9:30 Uhr in der Nikolaikirche zu Leipzig eine Mette (Kurzgottesdienst) im Rahmen des Bachfestes statt, die zugleich dem Gedenken an die Sprengung der Universitätskirche vor 35 Jahren gewidmet ist. Die Ansprache hält der Erste Universitätsprediger Prof. Dr. Martin Petzoldt. Sie diente bis zu ihrer Vernichtung am 30. Mai 1968 dem Universitätsgottesdienst, der Studentengemeinde, den Ausbildungsaufgaben der Universität, den Aufführungen des Universitätschores und dem Universitätsorganisten. Im Rahmen der Neubebauung des Campus der Universität wird im Zusammenhang der Aula ein neuer Kirchenraum entstehen.
2003_05_22 Gedenken.pdf
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28.05.2003: Podiumsdiskussion "Welche architektonische Sprache für die Universität 2009?"
Mit Franz Häuser (Rektor der Universität Leipzig), Pirmin Stekeler-Weithofer (Universität Leipzig), Dieter Bartetzko (FAZ, Frankfurt a. M.), Architekturbüro behet & bondzio (Münster) Engelbert Lütke-Daldrup (Stadt Leipzig), Frank Zöllner (Universität Leipzig).
Es ist klar geworden, dass kaum eine Lösung gefunden werden kann, die alle gleichermaßen befriedigt. Es gehört geradezu zum Wesen eines Erinnerungsortes wie des Leipziger Augustusplatzes, dass er kontrovers bleibt.
2003_05_28 Welche architektonische Sprac
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18.09.2003: Dialog zur Umfrage „Neugestaltung des Grundstückes der Universitätskirche“
Antworten Prof. Dr. Charlotte Schubert, Professor Dr. Volker Bigl und anderen auf den Rundbrief von 4 Wissenschaftlern (u.a. Prof.Oldiges). mit der Anschuldigung, dass es mit dem Aufruf faktisch zu einer Abkehr von allen die Neugestaltung des zentralen Standortes unserer Universität betreffenden Beschlüsse der akademischen Gremien käme.
2003_09_18 Dialog zum Offenen Brief von
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10.12.2003: Universitäsprofessoren zur Neugestaltung der Universitätsgebäude am Augustusplatz
Prof. Dr. Ekkehard Becker-Eberhard, Prof. Dr. Rüdiger Lux, Prof. Dr. Dieter Michel und Prof. Dr. Martin Oldiges:
Sie haben mit teils zustimmender, teils ablehnender Tendenz auf den offenen Brief geantwortet, den wir vier Unterzeichner im September an die Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen unserer Universität gerichtet und in dem wir Sie gebeten haben, Ihre Meinung zu der von uns vorgeschlagenen kirchennahen und an der Kubatur der ehemaligen Paulinerkirche orientierten Wiederbebauung des Kirchengrundstücks zu äußern. Auf unsere Umfrage hin haben wir 71 Antworten mit zum Teil sehr ausführlicher Begründung erhalten; davon lassen sich 51 Antworten als Befürwortung und 18 Antworten als Ablehnung einer kirchennahen Wiederbebauung interpretieren. Dieses Ergebnis lässt immerhin erkennen, dass die Hochschullehrer unserer Universität nicht .... der Frage nach der baulichen Selbstdarstellung der Universität ganz oder überwiegend desinteressiert gegenüber stünden.
2003_12_10 Oldiges_Lux_Michel.pdf
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