Veröffentlichungen 2008

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31.03.2008: Presseerklärung der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig und des Universitätspredigers anlässlich des bevorstehenden 40. Jahrestages der Sprengung der Universitätskirche
Das Gesamtgebäude (Aula, Gottesdienstraum und die darüber liegenden Funktionsräume im Dachgeschoss) soll nach den Vorstellungen des Rektoratskollegiums den Namen "Paulinum" tragen. Damit wird zwar nicht exakt an den ursprünglichen Ort des ehemaligen Paulinums angeknüpft, wohl aber an die sakrale Tradition des ehemaligen Gebäudekomplexes der Universität. Für die Theologische Fakultät wird der Gesamtraumvon Aula und Kirche auch künftig die "Universitätskirche St. Pauli" sein. Wir gehen nach Gesprächen mit dem Rektor davon aus, dass der Eingang zum Gottesdienstraum auch nach außen zum Augustusplatz hin deutlich als "Universitätskirche St. Pauli" ausgeschildert wird.
2008_03_31 Stellungnahme_Theologische_Fa
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04.03.2008: Rektor Häuser lehnt die Spende des Paulinervereins von 50T€ für die Kanzel ab
Mir ist bewußt, dass Ihrer Bürgerinitiative das Schicksal der Kanzel am Herzen liegt, eine kurzfristige Planung und Realisierung der erforderliche Restaurierungsarbeiten ist seitens der Universität jedoch nicht möglich.
2008_03_04 Rektor zu Kanzelspende.pdf
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30.05.2008: Uraufführung erinnert an Kirchensprengung
Mit einem Gedenkkonzert in der Thomaskirche erinnert die Universität Leipzig an den 40. Jahrestag der Sprengung
der Universitätskirche St. Pauli am 30. Mai. Eigens für diesen Tag komponierte Volker Bräutigam das fünfteilige Werk
"Epitaph", das durch den Universitätschor Leipzig und das Mendelssohnorchester Leipzig an diesem Tag uraufgeführt
wird. Die Leitung hat Universitätsmusikdirektor David Timm.
2008_05_30 Gedenkkonzert Thomaskirche.pd
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25.06.2008: Stellungnahme des Senats zum 40. Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche
Der Akademische Senat der Universität Leipzig hat auf seiner Sitzung vom 24. Juni nach intensiver Diskussion folgende Stellungnahme zum 40. Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli und zur öffentlichen Diskussion über den Universitätsneubau am Augustusplatz einstimmig verabschiedet. Der Akademische Senat verwahrt sich gegen den Ton und die Schärfe der öffentlichen Diskussion über den Universitätsneubau am Augustusplatz. Er weist alle Versuche zurück, die in unsachlicher Weise darauf abzielen, im Widerspruch zu den Beschlüssen der akademischen und studentischen Gremien Einfluss auf die architektonische Gestaltung des Baus, dessen Nutzung und Namensgebung zu nehmen.
2008_06_25 Stellungnahme Senat.pdf
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11.07.2008: Restauro 2 - Was passiert mit den Epitaphien aus der Universitätskirche St. Pauli?
Die Depotausstellung "RESTAURO 2" zur Restaurierung der Epitaphien aus der Universitätskirche St. Pauli hat bislang große Resonanz gefunden. Aus diesem Grund sollen die Architektur des Universitätsneubaus am Augustusplatz und die Integration der universitären Kunstwerke in den Campus der Öffentlichkeit in einer Sonderveranstaltung vorgestellt werden.
2008_11_07 Restauro 2.pdf
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16.07.2008: Betreff: Stellungnahme der Studierenden der Theologischen Fakultät zur zukünftigen Nutzung und Benennung der "Universitätskirche St. Pauli"
Die Universitätsgottesdienste an allen Sonn- und Festtagen des Kirchenjahres sind nicht nur heute eine feste Institution. sondern auch eine historische Größe. Dem sollte sowohl bei der zukünftigen Nutzung als auch in der Gestaltung des Innenraumes Rechnung getragen werden. Im Konzept der ..Universitätskirche St. Pauli". die aus einem dreifach genutzten Raum bestehen soll. sollen nicht nur wie bisher die Epithaphien berücksichtigt werden. Auch die Kanzel und der Paulineraltar, sollen in das Raumkonzept mit einbezogen werden. Den Einbau einer Glaswand leimen wir aus folgenden Gründen kategorisch ab. Diese steht symbolisch für die Trennung von universitärer Wissenschaft und theologisch-ethischer Reflexion.
2008_07_16 Theologiestudenten zu Neubau.
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05.08.2008: Gemeinsame Presseerklärung des Rektors und der Sprecherinnen des StudentinnenRates der Universität Leipzig
In den langwierigen und vielfältigen öffentlichen Diskussionen, die anlässlich des 40. Jahrestages der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli ihren vorläufigen Höhenpunkt fanden, ergab sich immer ein Austausch von verschiedenen
Standpunkten. Allerdings wurde diese Diskussion in auch immer wieder als Plattform genutzt, um Forderungen und Vorwürfe gegen die Universität und ihre Leitung zu artikulieren.
2008_08_05 StuRa zu Neubau.pdf
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13.08.2008: Marx-Relief wird an neuem Standort aufgestellt
Die Installation des so genannten Marx-Reliefs auf dem Campus Jahnallee soll bis Ende September abgeschlossen sein. Ergänzt wird die Plastik, wie von Rektor Prof. Dr. Franz Häuser, Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung vereinbart, um eine Informations- und Bildtafel. Diese wird derzeit hergestellt und in den kommenden Wochen angebracht. Die Schautafel soll den Betrachtern helfen, das "Marx-Relief" in den geschichtlichen Kontext einzuordnen. "Das Marx-Relief ist ein zeitgeschichtliches Zeugnis, mit dem man sich aktiv auseinandersetzen muss", erklärte Prof. Häuser.
2008_08_13 Aufstellung Marx-Relief.pdf
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Oktober 2008: Universitätsmusikdirektor David Timm über Neubau, Glaswand sowie Trennung von Wissenschaft und Kirche
Die Universität sollte sich in ihrem Jubiläumsjahr „nicht mit einem Symbol der Spaltung“ ins Gespräch bringen, sagt Universitätsmusikdirektor David Timm. Der 39-Jährige wirbt dafür, auf den Einbau der umstrittenen Plexiglaswand im Uni-Neubau am Augustusplatz zu verzichten. Sie wirft im Gegenteil große akustische und veranstaltungspraktische Probleme auf: Durch die große Fläche würde der Schall sehr hart zurückgeworfen, es könnte zu Flatterechos kommen. Der Platz für Mitwirkende beziehungsweise Zuhörer würde stark eingeschränkt.
2008_10 David Timm zur Glaswand.pdf
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06.10.2008: Erklärung des Leipziger Pfarrertages zur Universitätskirche St. Pauli
Universitätskirche sollte auch in Zukunft als ungeteilter Raum nutzbar sein:
• Das neu entstehende Gebäude der Universitätskirche muss auch so heißen: Universitätskirche St. Pauli.
• Die Integrität des Raumes muss gewahrt bleiben. Darum wird der Bau einer trennenden Glaswand abgelehnt.
• Die historische Kanzel soll wieder aufgestellt werden.
2008_10_06 Pfarrertag.pdf
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14.10.2008: Resolution von Prof. Dr. Hubert Seiwert
Der von einer lauten, aber durch nichts legitimierten Minderheit gestellten Forderung, das zentrale Bauwerk der Universität als Kirche zu weihen, darf die Universität nicht nachkommen. Damit würde die Bindung der Wissenschaft an eine Konfession symbolisiert. Die Forderung verkennt den privaten Charakter jedes religiösen Bekenntnisses in einer religiös und weltanschaulich pluralen Gesellschaft. Die Universität kann und darf sich nicht von der Gesellschaft isolieren, indem sie ihr symbolisches Zentrum zum Gotteshaus erklären lässt. Die aggressive Form, mit der manche Vertreter dieser Forderung Rektor Häuser diffamieren und versuchen, der Universität ihren Willen aufzuzwingen, ist Ausdruck eines ungehörigen Machtanspruchs, den wir zurückweisen
2008_10 Resolution Prof Seiwert.pdf
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17.10.2008: Zehn offene Worte - Stellungnahme der Theologischen Fakultät zum Neubau auf dem Augustusplatz
Die LVZ hat in ihrer Ausgabe vom 16. Oktober 2008 gemeldet, der Senat der Universität habe eine Resolution zur Nutzung und Neugestaltung des Paulinums beschlossen. Richtig ist, dass es sich bei der von Prof. Hubert Seiwert verfassten Resolution um keinen ordnungsgemäßen Senatsbeschluss handelt, sondern um eine Initiative, der sich die Senatoren mehrheitlich durch Unterschrift angeschlossen haben. Die Resolution stellt fest, dass »der Neubau des Paulinums am Augustus-platz die Aula der Universität und keine Kirche sein wird.« Diese Feststellung widerspricht eindeutig der von der Staatsregierung des Freistaates Sachsen und der Universität vorgegebenen Aufgabenstellung für den Architektenwettbewerb und das ihm folgende Qualifizierungsverfahren. Darin hieß es: »Die neue Aula soll als Ort akademischer Veranstaltungen, der Universitätsgottesdienste und der universitären Musikpflege eine lebendige Begegnungsstätte werden."
2008_10_17 zehnworte.pdf
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21.10.2008: Das studentische "Aktionsbündnis Freiheit von Lehre und Forschung" ist gegen kirchliche Nutzung
Auf einem Falblatt, das zum Richtfest am 21.10. verteilt wurde, fordert das studentische "Aktionsbündnis Freiheit von Lehre und Forschung" u. a.:
Der Neubau ist ein Gebäude, das harte Nutzungsanforderungen hat um einen fließenden Ablauf des universitären Alltagsgeschäfts sicherzustellen. Eine kirchliche Nutzung der Räumlichkeiten ist daher obsolet und nicht mit den Aufgaben der Universität vereinbar.
2008_10_21 Flyer Aktionsbündnis_Freiheit
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31.10.2008: Faltbaltt zum Reformationstag mit 5 Thesen
5 Thesen des Aktionsbündnisses "Neue Universitätskirche St. Pauli" zum Reformationstag am 31. Oktober 2008.
Es heißt dort u.a.: "Die Trennung von Kirche und Staat regelt, aber verhindert nicht die Begegnung von Glauben und Wissenschaft im kritischen Dialog. Wir fordern die dreifache Nutzung der Universitätskirche: gottesdienstlich, akademisch, musikalisch.
2008_10_31 Fünf Leipziger Thesen.pdf
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04.11.2008: Offener Brief von Mathematkern an Rektor Häuser
Mit diesem oenen Brief mochten wir uns zum einen deutlich von der von Professor Seiwert verfassten
und durch das Dezernat fur Oentlichkeitsarbeit und Forschungsforderung publizierten Resolution vom 14. Oktober distanzieren und uns zum anderen fur eine Universitatskirche als gemeinsam genutztes geistig-geistliches Zentrum unserer Alma mater ohne Trennwand aussprechen. Die Kanzel der alten Universitatskirche ist aber nicht nur ein Zeichen fur die heutige Nutzung der Aula fur gelegentliche Gottesdienste, sondern eine Erinnerung an die bedeutenden Dispute der Vergangenheit, wo Weichen fur die modernen
Menschenrechte der Glaubens- und Gewissensfreiheit gestellt wurden.
2008_11_04 OffBrf-Unikirche-Mathematker.
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06.11.2008: Offener Brief von studentischen Mitgliedern von Chor, Orchester und BigBand an die Universitätsleitung
Offener Brief an den Rektor und die Senatoren/-innen der Universität Leipzig:
Mit Sorge verfolgen wir die gegenwärtige Form der Debatte über die Nutzung und Gestaltung des Neubaus. Unseres Erachtens tritt dabei die Frage nach der Klangqualität des Raumes vollkommen in den Hintergrund. Konkret ist der geplante Bau einer Glaswand im Mittelteil des Paulinums Grund unserer Besorgnis. Wir sehen in der Glaswand ein akustisches und konzerttechnisches Problem und fürchten um die optimale Bespielbarkeit des Neubaus.
2008_11_06 Offener Brief Studenten Unive
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