Veröffentlichungen 2013

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05.01.2013: Brief von Prof. Dr. C.Schwokowski an Rektorin Schücking
Ganz ausdrücklich und vehement lehne ich die Abtrennung von Kirchenschiff und Altarraum ab! Für mich steht außer jedem Zweifel, dass die Gott sei Dank erhalten gebliebene Kanzel ihren angestammten und notwendigen Platz zurück erhalten muß – und ich kann mir kein einziges überzeugendes Argument vorstellen, warum dies verhindert werden solle. Herrn Landesbischof Bohl stimme ich ausdrücklich zu, wenn er darlegt, dass die Kanzel Symbol für die Bedeutung des „freien Wortes“ sei.
2013_01_05 Schwokowski.pdf
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10.04.2013: Rektorin reagiert mit offenem Brief auf Kritik an Kustos
Mit einem offenen Brief an den Leipziger CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Feist hat die Rektorin Prof. Dr. med. Beate A. Schücking am 10. April 2013 auf dessen Kritik an Kustos Prof. Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen reagiert. Feist hatte
Hiller zu Wochenbeginn in einer Pressemitteilung unter dem Titel "Perfider Plan zerstört Paulinerkirche ein zweites Mal" scharf angegriffen.
"Statt Dr. Hillers Argumentation aus konservatorischer Perspektive anzuerkennen, unterstellen Sie ihm ideologische Motive. Sie stellen ihn in eine Reihe mit "DDR-Kulturfunktionären" und behaupten wider besseres Wissen. er habe die ..Fernhaltung der Kanzel aus dem Neubau des Paulinums gefordert. Dies entbehrt jeder Grundlage."
2013_04_2013 Schücking zu Kritik an Kust
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10.05.2013: Zeitzeuge der Universitätskirchen-Sprengung Prof. Dr. Harald Fritzsch wird Ehrendoktor der Alma mater
Die Sprengung des Gotteshauses auf Geheiß der SED-Regierung verursachte in ihm eine solche Abneigung, dass er wenige Tage später mit einem Freund eine spektakuläre Protestaktion bei einem Konzert in der Kongresshalle initiierte. Kurz nach der Wende schrieb der renommierte Physiker seine Erlebnisse in dem Buch "Flucht aus Leipzig" nieder. Am 16. Mai wird ihm die Ehrenpromotion der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig verliehen.
2013_05_10 Fritzsch Ehrendoktor.pdf
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22.05.2013: Universität Leipzig erinnert an Sprengung der Universitätskirche St. Pauli
Die Universität Leipzig erinnert am 30. Mai um 11 Uhr mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung an den 45. Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli. Auf dem Leibnizforum im Innenhof des neuen Campusareals wird Universitäts-Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking die Veranstaltung eröffnen und die Teilnehmer zusammen mit Dr. Ulrich Stötzner vom Paulinerverein e.V. begrüßen. Anschließend spricht der Dekan der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Klaus Fitschen. Erstmals wird die Veranstaltung mit dem Läuten der Universitätsglocke eingeleitet. Die mehr als 350 Jahre alte Glocke war vor der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli, die am 30. Mai 1968 auf Geheiß der SED-Regierung erfolgte, gerettet und von der Kustodie restauriert worden.
2013_05_22 Gedenken.pdf
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30.05.2013: ZUM GEDENKEN an die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli
Die Rektorin lädt ein: Donnerstag, 30. Mai 2013, 11:00 Uhr Leibnizforum ztum Gedenken an die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli:
Läuten der Universitätsglocke
Begrüßung und Rede durch die Rektorin Prof. Dr. Beate A. Schücking im Dialog mit Dr. Ulrich Stötzner, Paulinerverein e.V.
Rede von Prof. Dr. Klaus Fitschen, Dekan der Theologischen Fakultät
2013_05_30 GEDENKEN_Einladung.pdf
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30.05.2013: Ansprache Dr. Stötzner zum Dialog mit der Rektorin (Leibnizforum 11:00 Uhr)
Warum tut man sich 24 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Deutschland so schwer, das einfache Wort Universitätskirche auszusprechen? Ich stelle mir vor: im Dezember nächsten Jahres öffnen sich die Türen, da steht der Paulineraltar, da hängen die Epitaphien und da steht auch die Kanzel an dem einzig möglichen Ort, wo sie hingehört, nämlich an dem verbliebenen vorderen linken Pfeiler im Langhaus, so, wie der Architekt es 2005 geplant hat. Für uns wird dieser Raum immer die neue Universitätskirche St. Pauli sein, die entsprechend ihrer Geschichte ein Ort für die Universitätsgottesdienste und Andachten der Studentengemeinden, als Aula für die akademische Feier und als Konzertsaal für die Universitätsmusik genutzt werden soll.
2013_05_30 Ansprache_Stötzner.pdf
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30.05.2013: Ansprache der Rektorin Gedenken an die Sprengung
....Wie es mit der Kanzel stehen wird - da möchte ich allerdings noch ein Fragezeichen machen. Ich habe meine klare Zusage gegeben, dass die Kanzel restauriert werden soll. Sie ist ein wesentliches Kunstgut, sie ist unter Leitung Leipziger Bürger gerettet worden. ich weiß, dass Sie es sich auch anders wünschen (zu Dr. Stötzner gewandt), weil Sie ein paar Mal gesagt haben, Sie möchten es noch erleben – und so geht es vielleicht auch manchem hier im Saal auch, aber ich bitte um Verständnis dafür, die Universität muss vernünftige und tragfähige Entscheidungen treffen. Ich bin sicher, dass wir auf solche Entscheidungen auch kommen, aber sie müssen stimmen, sie müssen passend sein und ein erster Einweihungsgottesdienst ist ohne weiteres auch ohne Kanzel möglich.
2013_05_30 Rede Rektorin und Kanzel.pdf
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06.06.2013: Kustos äußert, dass Kanzel nicht in ein Klima könne, wo Sodom und Gomorra herrsche
Rudolf Hiller von Gaertringen, Kustos der Kunstsammlung der Universität, äußert sich in einem Interview im MDR zur Kanzelaufstellung:
„Dann eben die Kanzel, die aus dem 18. Jahrhundert ist, dort in ein Klima reinzusetzen, wo Sodom und Gomorra herrscht, mit Schwankungen von 10 bis 20 Prozent pro Tag drin sind, und bei jeder Nutzung wird das Ding hochgeheizt, und wenn es leer ist, ist es sich selbst überlassen. Das ist der Härtest. Man könnte sich zu der These versteigen, dass das Vernichtung durch Nutzung ist. Es wird buchstäblich zu Tode geliebt.“
2013_06.06 Kustos zur Kanzel im MDR.pdf
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20.09.2013: StuRa äußert sich zur Einberufung einer Kanzelkommission
Mit einem Schreiben vom 12. August beruft das Sächsische Staatsministerium der Finanzen (SMF) eine Expert_innenkommission zur Klärung der Frage nach der nachträglichen Installation der historischen Kanzel im Innenraum des Paulinums ein. Interne Quellen des StuRa besagen, dass auch zu früheren Zeitpunkten der Unineubau am Augustusplatz für politische und vor allem religiöse Grabenkämpfe missbraucht wurde. Der ehemalige Referent für Umbau und Datenschutz des StuRa, Jakob Heuschmidt, bestätigt: „Es muss eine persönliche Befindlichkeit zwischen den Damen und Herren des Paulinervereins, welcher eine Aufstellung der Kanzel in der Aula anstrebt, und den Ministerialbeamt_innen im SMF geben. Anders ist dieser erneute Angriff auf die Entscheidungsfreiheit der Universität nicht zu erklären“.
2013_09_ 20 STuRa_PM_21_Kanzel.pdf
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13.11.2013: Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Leipzig engagieren sich für Kunstwerk aus der Paulinerkirche
Die Kustodie arbeitet seit 2002 schwerpunktmäßig an der Wiederherstellung der Kunstwerke aus der Universitätskirche. Rund 30 Epitaphe werden künftig im Paulinum ihren Platz finden und somit nach über 40 Jahren an ihren angestammten Ort zurückkehren. Nach Fertigstellung der baulichen Hülle soll im Frühjahr 2014 mit dem Einbau der Kunstwerke und der Orgeln begonnen werden. Derzeit wird das barocke Epitaph für den Juristen Johann Jacob Pantzer (1625-1673) bearbeitet, für dessen Wiederherstellung sich die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Leipzig besonders eingesetzt haben. Für die Hängung der Epitaphien freilich fehlen derzeit noch ca. 400.000 Euro. Die Kustodie ist deshalb weiterhin auf der Suche nach Förderern, und Spenden sind jederzeit willkommen.
2013_11_13 presse_uni_131113.pdf
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