Veröffentlichungen 2015

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03.02.2015: Kanzel-Kommission: Kanzel ins Paulinum - falls das Klima stimmt
Die Expertenkommission zur Zukunft der historischen Kanzel, die aus der Universitätskirche St. Pauli vor der Sprengung gerettet wurde, hat gestern (2. Februar 2015) mit einer abschließenden Empfehlung an das Rektorat der Universität Leipzig ihre Arbeit beendet. Das Gremium sprach sich mit sieben zu vier Stimmen mehrheitlich dafür aus, das wertvolle Stück perspektivisch in der Aula des Paulinums aufzustellen. Voraussetzung dafür sei jedoch ein positives Ergebnis des Monitorings im Paulinum - Aula/Universitätskirche St. Pauli, das die raumklimatischen Bedingungen und ihre Auswirkungen auf die Kanzel nach der Eröffnung des Gebäudes untersucht.
2015_02_03 Kanzelkommssion.pdf
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24.02.2015: Schwalbennestorgel im Paulinum nimmt Gestalt an
Sie ist etwa acht Meter hoch, drei Meter breit und besitzt ein Gehäuse aus massivem Schweizer Eichenholz - die neue
Schwalbennestorgel, die seit wenigen Tagen im Paulinum - Aula/Universitätskirche St. Pauli aufgebaut wird. Eine Schwalbennestorgel steht nicht auf einer Empore, sondern hängt an der Innenwand in größerer Höhe. Sie schließt eine stilistische Lücke in der Leipziger Orgellandschaft und ist prädestiniert für Orgelmusik der Renaissance und des frühen 17. Jahrhunderts. Gespielt wird es künftig hauptsächlich vom Universitätsorganisten Daniel Beilschmidt. Die erste Ausbaustufe mit einem Auftragsvolumen von etwa 350.000 Euro wurde aus Mitteln des Freistaates Sachsen, der Stadt Leipzig sowie aus Spenden der Stiftung Universitätskirche St. Pauli und des Hamburger Mäzens Dr. Christian Olearius finanziert.
2015_02_24_pi_universitaet_schwalbennest
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30.03.2015: Einladung zur Dauerausstellung von "Aufrecht stehen…" und "Arbeiterklasse und Intelligenz"
Begrüßung: Beate Schücking und Michael Kölsch
Grußwort: Burkhart Jung
Festrede: Werner Schulz
Kulturhistorische Einordnung: Frank Zöllner
2015_03_30 Einladung zu Tübke-Minkewitz.
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30.03.2015: Universität Leipzig zeigt Gemälde von Minkewitz und Tübke
Im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig sind seit Montag die beiden Gemälde "Aufrecht stehen… " von Reinhard Minkewitz sowie "Arbeiterklasse und Intelligenz" von Werner Tübke zu sehen. Zum Auftakt der Dauerausstellung hatten die Stiftung Friedliche Revolution und die Universität Leipzig zu einer festlichen Vernissage eingeladen. „Die Geschichte, die beide Bilder verbindet, wird Diskussionen anregen“, sagte die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Beate Schücking, während der feierlichen Vernissage. Michael Kölsch vom Vorstand der Stiftung Friedliche Revolution verwies darauf, dass beide Werke für sich und für die Zeit stehen, in der sie geschaffen wurden. „Sie konkurrieren, kommunizieren und profitieren voneinander – auch durch die räumliche Nähe. Das Spannungsfeld zwischen ihnen klagt an, klärt auf und mahnt“, fügte er hinzu.
2015_03_30 Uni_Tuebke-Minkewitz-Gemaelde
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30.03.2015: Rede Werner Schulz zur Vernissage der Dauerausstellung „Aufrecht stehen“ in der Leipziger Universität
„Aufrecht stehen“ zeigt gebrochene Biographien und mit den Platten und der Silhouette des Augusteums und der Pauliner Kirche auch die Brüche in der Stadt. Leider ist das Transparent „Wir fordern Wiederaufbau“ - das fünf junge Physiker 1968 in der Leipziger Kongresshalle entrollten – ist dieses Transparent nicht in die Herzen der Stadt gelangt. Ein Bild ist in der Lage eindrucksvoll Geschichte zu reflektieren oder sie zu kaschieren, schön zu färben und zu verbiegen. Genau das wollte Erich Loest, denn er war kein Bilderstürmer, sondern ein Bilderstifter. Sein „Aufrecht stehen“ soll das Bild „Arbeiterklasse und Intelligenz“ nicht ersetzen, sondern es zeigt die Opfer der Diktatur des Proletariats. Es ist das Kontrastbild der totalitären Unterdrückung und ihrer Glorifizierung. Erst in der Gegenüberstellung lässt sich das getürkte oder besser gesagt getübke Trugbild einer sozialistischen Menschengemeinschaft von der Wirklichkeit unterscheiden.
2015_03_30_Rede_Werner_Schulz_Vernissage
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30.03.2015: Rede Frank Zöller anlässlich der Präsentation von Werner Tübke „Arbeiterklasse und Intelligenz“ und Reinhardt Minkewitz „Aufrecht stehen"
Bemerkenswert ist vielmehr, dass Tübke der klar geforderten ideologischen Verdichtung in seinem Bild auswich. Angesichts des visuellen Befundes und der Aktenlage können wir also schlussfolgern, dass „Arbeiterklasse und Intelligenz“ als Werk der Auftragskunst der DDR nicht unbedingt identisch ist mit seinen ideologischen Vorgaben. Auch aus diesem Grund ist es kein reines Propagandabild, sondern ein Kunstwerk von europäischem Rang.
Einen Teil des Hintergrundes von „Aufrecht stehen“ (von Reinhard Minkewitz) füllt ein Bild im Bild, und es zeigt die 1968 gesprengten Gebäude des Alten Augusteums und der Universitätskirche St. Pauli. Ein Bild im Bild hat also hier die Erinnerungsfunktion an das gesprengte Ensemble übernommen, was in lebhaftem Widerspruch zum heutigen Paulinum und zum Neuen Augusteum steht, denn beide Neubauten greifen die Gestalt der alten Gebäude in verfremdeter Form auf, um so durch das Neue an das Alte zu erinnern.
2015_03_30 Zöllner zu Tübke.pdf
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26.05.2015: Enthüllung eines Bronzemodells der ehemaligen Universitätskirche St. Pauli
Am 30. Mai 2015, dem Jahrestag der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli, wird um 10:00 Uhr im Rahmen einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung der Universität Leipzig, der Stadt Leipzig und des Paulinervereins ein Bronzemodell des ehemaligen Kirchengebäudes feierlich enthüllt und der Öffentlichkeit übergeben. Das Modell wird auf dem Augustusplatz seinen Platz gegenüber dem Paulinum finden. Initiator des Vorhabens ist der Paulinerverein, politisch unterstützt vom Leipziger Stadtrat und der Universität Leipzig. Die Gesamtkosten von rund 50.000 Euro tragen der Paulinerverein und die Stadt Leipzig. Das Modell wurde von der Bronzegießerei Noack aus Leipzig geschaffen.
2015_05_26 Enthüllung Bronzemodell.pdf
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30.05.2015: Ansprache von Prof. Schücking zur Enthüllung eines Bronzemodells der ehemaligen Universitätskirche St. Pauli
Ich danke dem Initiator für das Bronzemodell der Universitätskirche, dem Paulinerverein, und dem Stadtrat der Stadt Leipzig für seine politische Unterstützung des Vorhabens. Beide, Paulinerverein und Stadt Leipzig, tragen auch die Gesamtkosten des Modells; auch dafür dankt die Universität sehr herzlich. Geschaffen wurde das Modell von der Bronzegießerei Noack aus Leipzig, auch dafür meinen Dank. Am Modell wird in deutscher und englischer Sprache sowie mit Blindenschrift auf die Einweihung der Kirche im Jahr 1240 und die Sprengung im Jahr 1968 hingewiesen. Ich möchte Sie alle einladen, im Anschluss an die Gedenkveranstaltung die Baustelle des Paulinums zu besichtigen, um einen Eindruck zu gewinnen, welche bauliche Lösung gefunden worden ist. Erstmals wird dann auch die Schwalbennest-Orgel mit Kostproben vom Universitätsorganisten, Herrn Beilschmidt, zu hören sein.
2015_05_30 Ansprache Schücking zur Enthü
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02.10.2015: Paulinum steht am 9. Oktober zur Besichtigung offen
Am Freitag, dem 9. Oktober 2015, steht das im Bau befindliche Paulinum der Universität Leipzig für einige Stunden für Besucher zur Besichtigung offen. Studierende, Mitarbeiter sowie interessierte Leipziger sind eingeladen, einen Blick in den Andachtsbereich des Gebäudes am Augustusplatz zu werfen. Zurzeit werden auf der Baustelle 21 großformatige Epitaphien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert aufgestellt. Der Kustos der Universität, Prof. Dr. Rudolf Hiller von Gaertingen, Mitarbeiter der Dezernate Planung und Technik sowie Öffentlichkeitsarbeit und Forschungsförderung stehen den Besuchern bei Fragen zur Verfügung. Universitätsorganist Daniel Beilschmidt wird die Besichtigungszeit musikalisch auf der Schwalbennestorgel begleiten.
2015_10_02 Paulinum offen.pdf
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08.10.2015: Eine Zeitmaschine im Hosentaschenformat - ZEITFENSTER. Friedliche Revolution Leipzig
Im Rundgang zu 25 Orten der Friedlichen Revolution sind historische Fotografien auf dem Smartphone oder Tablet perspektivisch genau abrufbar. Ein Abgleich mit der aktuellen Kameraperspektive ermöglicht ein Verschmelzen der Zeithorizonte und macht historischen Wandel greifbar. Ganz besonders spannend sind Standorte wie der Augustusplatz oder der Leipziger Markt, die in den letzten Jahrzehnten ihr Gesicht stark verändert haben. Jedes Zeitfenster repräsentiert ein Ereignis oder einen spezifischen Hintergrund der Friedlichen Revolution und führt mit einem kompakten Audioguide in die historischen Zusammenhänge ein.
(Hinweis: Gezeigt werden auch die alte und die neue Universitätskirche sowie das Transparent "Wir fordern Wiederaufbau").
Die Akteure des Projekts suchten auch den Paulinerverein auf)
2015_10_08 Eine Zeitmaschine im Hosentas
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02.12.2015: Einlasskarte zur Universitätsvesper in der Universitätskirche
Pro Karte 1 Person.
Betreten der Baustelle auf eigene Gefahr!
2015_12_02 Einlasskarte Universitätsvesp
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02.12.2015: Vesper in der Paulinerkirche
Prof. Dr. Matthias Schwarz (Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung, Universität Leipzig):
"Vernetzt und ins Netz gegangen"
Mitwirkende:
Universitätsorganist Daniel Beilschmidt an der Schwalbennestorgel der Fa. Metzler
Prof. Dr. Peter Zimmerling (Liturg)
2015_12_ Vesper in Paulinerkirche.pdf
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