Neuigkeiten

Zum 52. Gedenktag der Sprengung der Paulinerkirche wurde eine Dokumentation erarbeitet. Sie finden diese unter folgendem Link.

 

Die hier aufgeführten Neuigkeiten werden nach einiger Zeit auf entsprechende Unterseiten der Menüpunkte Veröffentlichungen verschoben.

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13.11.2020: "Wort halten!"-Plädoyer von Benedikt Bierbaum, gewählter studentischer Vertreter im Akademischen Senat der Universität Leipzig
Die Kanzel steht für mich als ein Symbol der Meinungsfreiheit und verfassungsmäßiger Freiheitsrechte. Über den geschichtlichen Kontext hinausgehend hätte sie die Ausstrahlung, das hohe Gut der Freiheit auch in der heutigen Zeit in das Bewusstsein der Menschen zu rufen. Der Einsatz für Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und für die Freiheit von Weltanschauungen, ohne die auch keine Wissenschaftsfreiheit denkbar ist, ist heutzutage ebenso relevant wie damals im Aufbegehren gegen das SED-Unrecht. Gerade uns als junge Studentinnen und Studenten an der Universität Leipzig muss es wachrütteln, wenn solch ein geschichtsträchtiges Andenken nicht bewahrt werden soll! An einer Universität, die sich als weltoffen, tolerant und als Ort der freien Meinungsäußerung in voller Gesamtheit („universitas“) versteht, ist solch ein Vorgang inkonsequent und gar rufschädigend.
2020_11_13 Plädoyer Benedikt Bierbaum.pd
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24.09.2020 Medieninformation: Heute vor 10 Jahren Grabmal Chirurg Daniel Schmid übergeben
Heute vor 10 Jahren wurde vom Paulinerverein auf dem Südfriedhof das Grabmal des Chirurgen Daniel Schmid zum Gedenken an die Toten der Universitätskirche St. Pauli übergeben. Die sterblichen Überreste des Chirurgen Daniel Schmid, 12.08.1676 – 07.09.1734, ruhten seit dem Jahr 1734 in einer verschlossenen Gruft in der Paulinerkirche. Sie wurde am 28.05.1968 unmittelbar vor der Sprengung der Paulinerkirche in einer geheimen Aktion aufgebrochen. Der Chirurg Daniel Schmid und der Dichter Christian Fürchtegott Gellert waren die einzigen Persönlichkeiten, deren Gebeine auf den Südfriedhof überführt wurden. Es ist der intensiven Forschungsarbeit und der Initiative von Dr. Manfred Wurlitzer vom Paulinerverein zu verdanken, dass er das Geschehen um Daniel Schmid der Vergessenheit entriss und für ein würdiges Grabmal sorgte. Der Vorsitzende des Paulinervereins Wilfried Richard legte heute auf dem Südfriedhof am Grabmal des Chirurgen Daniel Schmid ein Blumengebinde nieder.
2020_09_24 Medieninformation Grabstelle
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13.09.2020: MDR-Zeitreise berichtet über eine Gesichtsrekonstruktion eines Schädels aus der 1968 gesprengten Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig
Berichtet wird über die auf eine neue Initiative des Paulinervereins hin ab September 2019 durch Prof. Dr. Dirk Labudde, Hochschule Mittweida, Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften, Fachgruppe Forensik, vorgenommene Gesichtsrekonstruktion eines Schädels aus der 1968 gesprengten Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig. Die Dreharbeiten, Regisseur Gunther Scholz, fanden im Juni 2020 in der Hochschule Mittweida, der Paulinerkirche und im Paulinerverein statt. Das Projekt „Den Toten ein Gesicht geben“ ist das Ziel, dem sich der Paulinerverein verpflichtet fühlt. Der Paulinerverein will im Rahmen seines Projektes erreichen, dass symbolisch an die ehemals in der Universitätskirche St. Pauli bestatteten über 600 namentlich bekannten Persönlichkeiten erinnert wird, deren Gebeine im Zusammenhang mit der Sprengung der Paulinerkirche im Mai 1968 unbekannt verbracht wurden.
2020_09_13 Hinweis auf MDR-Zeitreise.pdf
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Hinweis: Das Video ist in der ARD-Mediathek über diesen Link abrufbar

 

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05.09.2020: Plädoyer des Thomaskantors „… bringen wir die Kanzel dorthin, wo sie hingehört“
Der Bürgerinitiativkreis „WORT HALTEN!“ setzt seine im Mai 2020 begonnene Serie regelmäßiger, persönlicher Wortmeldungen aus dem breiten, prominenten Kreis von Mitunterzeichnern der Onlinepetition fort.
Nach den letzten „Wort halten!“-Statement von Bernd-Lutz Lange, Autor und Kabarettist, unterstreicht in einem aktuellen Plädoyer Thomaskantor Professor Gotthold Schwarz in bewegenden persönlichen Worten, warum für ihn die gerettete Kanzel der Universitätskirche als „Leuchtturm der Freiheit in dunklen Zeiten der DDR-Diktatur“ an ihren ursprünglichen Ort zurück muss.
"Wenn man schon die Chance vertan hat, die Kirche in ihrer ursprünglichen Form wiederaufzubauen, so wie es in Dresden mit der Frauenkirche möglich gewesen ist, so ist es Verpflichtung, der Kanzel ihren Platz in der Kirche heute wiederzugeben."
Plädoyer Thomaskantor.pdf
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05.09.2020: Plädoyer des Thomaskantors „… bringen wir die Kanzel dorthin, wo sie hingehört“
Der Bürgerinitiativkreis „WORT HALTEN!“ setzt seine im Mai 2020 begonnene Serie regelmäßiger, persönlicher Wortmeldungen aus dem breiten, prominenten Kreis von Mitunterzeichnern der Onlinepetition fort.
Nach den letzten „Wort halten!“-Statement von Bernd-Lutz Lange, Autor und Kabarettist, unterstreicht in einem aktuellen Plädoyer Thomaskantor Professor Gotthold Schwarz in bewegenden persönlichen Worten, warum für ihn die gerettete Kanzel der Universitätskirche als „Leuchtturm der Freiheit in dunklen Zeiten der DDR-Diktatur“ an ihren ursprünglichen Ort zurück muss.
"Wenn man schon die Chance vertan hat, die Kirche in ihrer ursprünglichen Form wiederaufzubauen, so wie es in Dresden mit der Frauenkirche möglich gewesen ist, so ist es Verpflichtung, der Kanzel ihren Platz in der Kirche heute wiederzugeben."
Plädoyer Thomaskantor.pdf
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26.06.2020: "Wort halten!"- Plädoyer des Autors und Kabarettisten Bernd-Lutz Lange!
Bürgerinitiativkreis "WORT HALTEN!" - im Juni 2020
Nach der Wortmeldung des Ersten Universitätspredigers i.R. Professor Dr. Peter Zimmerling im Mai wird nun hier das bewegende "Wort halten!"-Plädoyer des Autors und Kabarettisten Bernd-Lutz Lange veröffentlicht!
...... Die Kanzel der Universitätskirche war mitten im Zentrum Leipzigs ein Ort freier Rede in einem unfreien Land. Und in einem freien Land gehört sie auch deshalb unbedingt in den Nachfolgebau. Den haben letztlich die Demonstranten vom Herbst 1989 ermöglicht. Und für die vielen jüngeren, die keine Bilder von damals vor Augen haben, sei daran erinnert: Es wurde 1968 kein Paulinum gesprengt, sondern die Universitätskirche St. Pauli. ...
Die Kanzel gehört in die Kirche und nicht ins Museum. Auch als Symbol und als Mahnung, dass die seinerzeit sich selbst ernannten „Sieger der Geschichte“ Verlierer wurden.
2020_06_26 Plädoyer Bernd-Lutz Lange.pdf
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Die unbekannte Tote aus der Paulinerkirche

Professor Dirk Labudde, Fakultät Angewandte Computer und Biowissenschaften der Hochschule Mittweida, rekonstruierte mit seinem Team einen aus der Paulinerkirche geborgenen Schädel, der von von Wilfried Richard im September 2019 in der Hochschule Mittweida an Professor Labudde zur Schädelrekonstruktion übergeben wurde. Die Untersuchung ergab, dass der Schädel von einer Frau zwischen 40 und 60 Jahren stammt. Mit der Schädelrekonstruktion gab er der unbekannten Toten aus der Paulinerkirche ein Gesicht. Sie steht stellvertretend für die über 600 einst in der Kirche Begrabenen, deren Gebeine 1968 in einem unvorstellbaren Akt der Barbarei und Grabschändung in weiten Teilen vernichtet wurden. Die kostenlose Schädelrekonstruktion durch Professor Labudde und sein Team hat für den Paulinerverein eine hohe Bedeutung und wir sind ihm dazu zu Dank verpflichtet. Am 10.06.2020 fanden die Dreharbeiten für die Serie „MDR-Zeitreise“ zum rekonstruierten Schädel in der Geschäftsstelle des Paulinervereins und in der Paulinerkirche statt, an der der Finder des Schädels Günther Krimmling und der  Vorsitzende des Paulinervereins Wilfried Richard mitwirkten (s. Seite Fotos 2020). 

(Fotos: Hochschule Mittweida)

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06.05.2020: Bürgerinitiativkreis "Wort halten": Persönliches Plädoyer des bisherigen Ersten Universitätspredigers Prof. Dr. Peter Zimmerling
Der Bürgerinitiativkreis nimmt das zum 3. Mai 2020 erfolgte Ausscheiden von Professor Dr. Peter Zimmerling aus dem langjährig bekleideten Amt des Ersten Universitätspredigers in Leipzig zum Anlass, eine Reihe von höchstpersönlichen Statements aus dem namhaften Unterstützerkreis der Petition „Wort halten“ zu starten.
"Die Regierung des Freistaats zeigte sich in den vergangenen Monaten offen dafür, eine Klimatisierung des Gesamtraumes von Aula und Universitätskirche finanziell mitzutragen. Was kann uns als Universität Besseres passieren? Damit wären sämtliche drängenden konservatorischen Probleme auf einmal gelöst: nicht nur im Hinblick auf die Kanzel, sondern auch die große Jehmlich-Orgel auf der Westempore und die Epitaphien im Altarbereich, die durch die regelmäßige Öffnung der Glaswand gefährdet sind."
Persönliches Plädoyer des bisherigen Ers
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13.01.2020: Erfassung der Bestände zum Verbleib der in der Universitätskirche St. Pauli bestatteten etwa 800 Toten und deren Grabbeigaben im Stadtarchiv
Stand zum Ergebnisbericht zur Überprüfung der Bestände des Stadtarchivs und ggf. anderer städtischer Einrichtungen hinsichtlich offener Fragen zu schriftlicher Erfassung und Verbleib der in der Universitätskirche St. Pauli bestatteten etwa 800 Toten und deren Grabbeigaben (Einreicher: AfD-Fraktion).
Das weitere Vorgehen ist derzeit wie folgt geplant:
Erstens: Kontaktaufnahme mit Vertretern der Paulinerforschung (Manfred Wurlitzer) und des Paulinervereins zum Abgleichen der Informationen aus der Literatur;
Zweitens: tiefergehende Recherche in Leipziger Archiven (Stadtarchiv, Archiv der Friedofsverwaltung, Universitätsarchiv etc.) zum Aufspüren bislang ungesichteter Dokumente;
und Drittens: Analyse und Auswertung der Befunde sowie Ergebnisbericht bis zum 31. März 2020.
Stadtarchiv191119_mündl Antwort BM I_56
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29.01.2020: JETZT KlimaGESAMTlösung für die Aula und Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig! (Update zur Petition Wort halten)
Wir treten unverändert dafür ein,
* dass der Freistaat Sachsen künftig alle erforderlichen Maßnahmen ergreift, um ein Mindestklima zu gewährleisten, das notwendig ist, um sowohl die Orgeln als auch die Ausstattungsstücke in dem als Universitätskirche und Aula genutzten Gesamtraum hinreichend zu schützen!
* dass anerkannte Experten für Raumklima & Denkmalschutz im Einvernehmen zwischen Staatsregierung und Universität beauftragt werden, eine wissenschaftlichen Standards genügende Expertise zur Machbarkeit der Kanzelaufstellung anzufertigen.
* dass das bisherige Klimamonitoring jetzt unter probeweiser Anbringung (von Teilen) der im Mai 1968 geretteten historischen Barockkanzel der Universitätskirche St. Pauli weiterqualifiziert wird,
* dass im Sinne der Forderungen des Universitätspredigers amicable Lösungen unter Einbeziehung der hierzu gemäß Staatskirchenvertrag verpflichteten sächsischen Staatsregierung gefunden werden,.....
2020_01_29 Neuigkeit zur Petition Wort_h
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Hinweis: Sie erreichen die Petition unter diesem Link

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21.09.2019: Pressemitteilung zur Wahl des neuen Vorsitzenden des Paulinervereins
Der Paulinerverein wählte am 21. September 2019 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der in der Mitgliederversammlung am 29. Mai 2019 gewählte Vorsitzende Detlef Grösel war zuvor zurückgetreten. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Dipl.-Physiker Wilfried Richard gewählt. Er gehörte als Stellv. Schatzmeister seit 2004 dem Vorstand unter der Leitung von Dr. Stötzner an.
2019_09_21 Pressemitteilung Paulinervere
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29.09.2019: Offener Brief des Universitätsprediges Prof. Zimmerling zur Senatsentscheidung gegen die Aufstellung der geretteten historischen Kanzel
In der Vergangenheit habe ich Sie mehrfach darum gebeten, Möglichkeiten für eine einvernehmliche Position im Hinblick auf die Aufstellung der Kanzel in der Aula/Universitätskirche St. Pauli auszuloten. Zuletzt unmittelbar im Vorfeld der Senatssitzung vom 10.9.2019. Leider blieb meine Bitte von Ihnen unbeantwortet.
Stattdessen haben Sie den Senat der Universität Leipzig in seiner Sitzung am 10.9.2019 über die Aufstellung der historischen Kanzel beschließen lassen, ohne mir vorher die Möglichkeit einzuräumen, meine Position als Universitätsprediger in angemessener Weise darzulegen
2019.09.29 Universitätsprediger Offener
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