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29.12.2021: Kanzel-Plädoyer von Dr. Matthis Rößler
Für mich besteht kein Zweifel, dass die historische Kanzel in den Innenraum der Universitätskirche gehört. Die Kanzel ist der Zentralort der religiösen Verkündigung. Gepredigt wird in evangelischer Tradition das freie Wort. Darunter verstehe ich die Botschaft des Evangeliums, der Gottesebenbildlichkeit des Menschen und damit seiner unveräußerlichen Würde. Kann diese befreiende und lebensbejahende Botschaft von einem anderen Ort ähnlich glaubwürdig erklingen wie von der historischen Kanzel? Ich kann es mir nicht vorstellen! Wer auf der Kanzel steht, wendet sich der Welt, also den Menschen, zu. Der Blick ist vom Altar weg in den Raum hinein gerichtet.
Kanzelpläydoyer Rößler.pdf
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Advent 2021: Flyer für Weihnachten und das Neue Jahr
Doch nichts erinnert bis heute in der Kirche sichtbar daran, was 1968 geschah, mit welcher Brutalität die Gräber von bis zu 800 Toten geschändet wurden. Für die Honoratioren der Stadt war die Universitätskirche St. Pauli über Jahrhunderte der ehrenvolle Ort ihrer letzten Ruhe. Doch ihre Grä-ber wurden am 30. Mai 1968 geplündert, ihre Gebeine unbekannt verbracht, verkippt oder in die Luft gesprengt wie die des ersten Universitätsrektors vor der Reformation Johannes Otto von Münsterberg, des ersten Universitätsrektors nach der Reformation Caspar Borner, des Markgrafen Dietrich von Wettin, des Mediziners Paul Luther - Sohn Martin Luthers, des Nickel Pflugk, der Elisabeth von Bayern Kurfürstin von Sachsen, von Bürgermeistern, Ärzten, Wissenschaftlern, Theologen und weiteren Persönlichkeiten.
Die Universitätskirche St. Pauli ist in die Mitte der Stadt zurückgekehrt. Setzen wir alles daran, dass als Symbol des freien Wortes die Kanzel in die Mitte der Kirche zurückkehrt!
Weihnachtsflyer 2021.pdf
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31.10.2021: Information des Paulinervereins zum Reformationstag 2021
Der jüngste Sohn Martin Luthers, Prof. Dr. med. Paul Luther (1533-1593), hatte seine letzte Ruhestätte bis zur Sprengung 1968 in der Universitätskirche St. Pauli. Geschändet wurde auch sein Grab. Nichts erinnert heute an seiner Begräbnisstätte an den großen Sohn der Stadt und die Schande der Vernichtung seines Grabes durch die Kirchensprengung 1968.
Der Paulinerverein fordert von der Universität Leipzig: Würdigen Sie die 1968 unbekannt verbrachten Toten, indem Sie ihre Namen in der Universitätskirche St. Pauli auf einer Gedenktafel veröffentlichen!
2021.10.31 Information zum Reformationst
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Vorstandswahl Paulinerverein

Am 30.10.2021 wurde durch die Ordentliche Mitgliederversammlung des Paulinervereins der Vorstand gewählt:

 Vorstand:

Herr Wilfried Richard, Vorsitzender
Herr Dr. Jonas, Stellvertretender Vorsitzender
Herr Gerd Mucke, Stellvertretender Vorsitzender
Herr Michael Peter, Schatzmeister
Frau Helga Hassenrück, Stellvertretende Schatzmeisterin
Herr Thorsten Reich, 1. Schriftführer
Frau Irmtraut Hollitzer, 2. Schriftführerin

Revisionskommission:

Frau Martina Gerhardt
Herr Martin Koenitz

 

 

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15.10.2021: 3. PaulinerFORUM 2021 - "Nachhaltigkeit in einer Postwachstumsgesellschaft"
Das Das 3. PaulinerFORUM 2021 findet statt am 15. Oktober 2021, 17 Uhr. Es steht unter dem Titel des Hauptvortrags "Nachhaltigkeit in einer Postwachstumsgesellschaft" des Umweltethikers und Philosophen Prof. Dr. Konrad Ott. Die Epoche des Wirtschaftswachstums geht aus unterschiedlichen Gründen ihrem Ende entgegen. Gesellschaften sind gealten, sich als nachhaltige und naturverträgliche Postwachstumsgesellschaften einzurichten. Dabei sollen aber die Errungenschaften der Moderne - Freiheitlichkeit, Rechtlichkeit, soziale Sicherheit, Demokratie und soziale Kohäsion - umfänglich gesichert und erhalten werden. Konrad Ott stellt ein Forschungsvorhaben vor, das Grundlinien dieser Transformation ethisch und gesellschaftstheoretisch rekonstruieren möchte und einen pragmatisch-reformerischen ("bürgerlichen") Transformationspfad aufzeigt.
Antwortbeiträge und Diskussionspartner: Prof. Dr. Martin Quaas und Prof. Dr. Andreas Schüle
Moderation: Reinhard Bingener (FAZ)
PaulinerFORUM_Einladung_15102021.pdf
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03.10.2021: Festrede des Vorsitzenden des Paulinervereins Wilfried Richard zur Feierstunde der CDU Leipzig und des EAK Leipzig im Stasi-Unterlagen-Archiv am Tag der Deutschen Einheit
Die Wiedervereinigung hat uns ermöglicht, als Bürgerinitiative erfolgreich um eine neue Universitätskirche zu kämpfen. Mein dringender Appell im Namen der Bürgerinitiative Paulinerverein an die Universität Leipzig: Es muss eine Lösung gefunden werden, die hilft, die Wunden der Sprengung der Universitätskirche zu schließen – die Barockkanzel von Valentin Schwarzenberger gehört nicht ins Museum, sondern in die Universitätskirche zurück, an den Platz, den sie vor der Kirchensprengung innehatte.
2021_10_03 Zum Tag der deutschen Einhei
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01.10.2021: „EINE DER FREUNDLICHEN FOLGEN DER FRIEDLICHEN REVOLUTION“ - Kanzel-Plädoyer von Wolfgang Thierse
Die Wiedererrichtung der Universitätskirche (in einer anderen architektonischen Gestalt) ist eine der freundlichen Folgen der Friedlichen Revolution und des Glücks der Wiedervereinigung. Vollendet ist dieses Projekt allerdings immer noch nicht. Denn dazu gehörte, die Vereinbarung mit der Universitätsleitung von 2008 einzulösen, nämlich die Rückkehr der geretteten Ausstattungsstücke an ihren Ursprungsort! Denn dazu gehört die Rückkehr der Kanzel: als beeindruckendes Kunstwerk, als gewichtiges historisches Erbstück, als Ort des freien Wortes – das vor allem war die Kanzel in unfreier DDR-Zeit. Und das sollte sie wieder werden können in einem freien, offenen, vielfältigen Land, in der freien und vielfältigen Stadt Leipzig! Zu deren Vielfalt eben auch Religion, Kirche, Christen gehören!
2021_10_01 Kanzel-Plädoyer von Wolfgang
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24.08.2021 Ankündigung einer Broschüre zum PaulinerFORUM vom 22. Oktober 2020 / Motto "Warum gibt es keinen Frieden?"
Das PaulinerFORUM 2020 stand mit Überlegungen zum Verhältnis von Macht und Gewalt unter dem Motto: "Warum gibt es keinen Frieden?". Ist der Mensch generell ein gewalttätiges Wesen? Oder lässt sich eine Gesellschaft bauen, in der Gewalt abgeschafft ist? Ist radikaler Gewaltverzicht eine mögliche politische Option auf dem Weg dahin? Über diese Fragen sprachen der prominente Berliner Historiker und Gewaltforscher Prof. Dr. Jörg Baberowski. Diskussionspartner: Dr. Horst Gorski (EKD) und Prof. Dr. Rochus Leonhardt (Theologische Fakultät der Universität Leipzig)
Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Schüle, Dekan der Theologischen Fakultät
Moderation: Reinhard Bingener (FAZ).
Alle Interessierten stehen die Beiträge und die Podiumsdiskussion als Videomitschnitt zur Verfügung. Eine Broschüre wird demnächst von der EVA (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig) herausgegeben.
2020__10__22 PaulinerFORUM 2020.pdf
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Hinweis:  Den Link zum Video finden Sie auf der Seite der Stiftung Universitätskirche 
(http://www.stiftung-universitaetskirche.de/deutsch/paulinerforum.html ).

 

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23. August 2021: Vor 4 Jahren fand die Bauabschlussfeier mit einer Rede des damaligen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich statt
Heute vor 4 Jahren, am 23. August 2017, fand die Bauabschlussfeier Universitätskirche Leipzig, 4. Bauabschnitt Ausbau Aula / Kirche, statt. Aktueller denn je ist der Appell des damaligen Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Stanislaw Tillich in der Bauabschlussfeier: „Es ist ein Wiederaufbau im Sinne einer Wiedererlangung eines Raumes geworden. Es ist mit der Sprengung nicht gelungen, Glaube und Wissen dauerhaft zu trennen. In diesem Raum wird beides wieder zusammenkommen.“
In seiner Rede sagte er auch den Satz "Mein Dank gilt auch ausdrücklich dem Paulinerverein, der es uns ehrlich gesagt nie leicht gemacht hat, der aber auch nie locker gelassen hat, und ohne sein bürgerschaftliches Engagement säßen wir heute nicht hier."
2017_08_23 Rede Tillich auf Bauabschluss
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30.05.2021: Legen Sie den Senatsbeschluss zur Nichtaufstellung der Kanzel wegen klimatischer Bedenken vom September 2019 ad acta!
Jeder Leipziger hat andere Erinnerungen an die Universitätskirche St. Pauli und die Sprengung 1968, und doch sind wir uns in Einem einig: Das Verbrechen hat Spuren in unserer Stadt und darüber hinaus hinterlassen. Nach dieser Kulturbar-barei haben wir die Verpflichtung, dafür zu kämpfen, dass sämtliche geretteten Kunstschätze wieder in der Universitätskirche ihren Platz finden. Bei aller Freude über die Wiederindienstnahme der Kirche im Jahre 2017: Die Wunde ist nicht geheilt! Die historische Kanzel von Valentin Schwarzenberger wurde vor der vom SED-Regime befohlenen Sprengung gerettet. Es gibt im Jahr 2021 keinen Grund, sie nicht wieder in die Universitätskirche St. Pauli zurückzuführen.
Handzettel 30 Mai 2021.pdf
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30.05.2021: Gottesdienst zum Gedenken an die Sprengung der Universitätskirche 1968
Das Vorstandsmitglied des Paulinervereins Helga Hassenrück, sagte als Zeitzeugin:
„Herr, ich bitte für alle, die heute noch leiden an der brutalen Gewalt vor 53 Jahren, einer Gewalt, die in unsere Lebenswege eingriff, die Aufbegehren strafte an uns und unseren Kindern, die zerstörte, was uns lieb und wert war. Ich bitte um deinen Geist, dass wir nicht mit zu großer Trauer und Verbitterung zurückblicken. Lass uns Wege und Worte finden verstehbar von dir zu reden in diesem neuen Haus am alten Ort und - das wünsche ich mir - auf der alten Kanzel. Lass uns Worte und Wege finden zu denen, die gerade heute wieder vor diesem Haus demonstrieren, dass sie das nur als Aula und nicht als Kirche akzeptieren. Herr, erbarme dich.“
Das Umfeld des Bronzemodells war 30 mal mit „Keine Kanzel in die Aula“ beschmiert worden. Nach dem Gottesdienst wischten Besucher das K weg. So prangte ca. 30 mal „Eine Kanzel in die Aula“ auf dem Augustusplatz bis hin in die Grimmaische Straße.
2021_05_30 Gedenkgottesdienst Bericht.pd
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31.03.2021: Ausarbeitung von Wolfgang Liebehenschel von den Lutheriden zu Dr. Paul Luther - mit Text des Epitaphs (das Grab befand sich bis zur Sprengung 1968 in der Paulinerkirche)
Wolfgang Liebehenschel erhielt durch Vermittlung des Paulinervereins von der Universität den bisher nicht bekannten Text des Epitaphs Paul Luthers:
"An diesem Ort begraben liegt die Leiche des frommen, hochgeachteten, hochgelehrten und tugendhaften Paul Luther, jenes berühmten Martin Luther Sohn, der die himmlische Lehre aus der Finsternis wieder ans Licht brachte, Doktor der Medizin und Leibarzt bei den durchlauchtigen Brüdern, Herzog zu Sachsen-Weimar und danach des Brandenburgischen Kurfürsten Joachim II und der beiden Kurfürsten August und Christian, ein standhafter Verfechter der Lehre, die sein Vater gegen alle Verfälschungen gereinigt hatte; Er hat sich verdient gemacht um jeden/jede; hat dieses jämmerliche Dasein aber in wahrem, festen Glauben an seinen einzigen Salvator Jesus Christus mit dem ewigen Leben vertauscht am 6. März im Jahre des Herrn 1593 , im 60. Lebensjahre. - Ihrem liebsten Vater ließen die trauernden Kinder dies Grabmal setzen"
2021_03_31 Liebehenschels Ausarbeitung z
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03.04.2021: Gründungsmitglied des Paulinervereins Joachim Busse verstorben
In tiefer Trauer geben wir zur Kenntnis, dass das Gründungsmitglied des Paulinervereins Gymnasiallehrer Joachim Busse aus Osterode am Harz, 11.04.1927 - 03.04.2021, verstorben ist. Bereits im Jahre 1991 hatte Joachim Busse, aus Leipzig stammend, die Idee des Wiederaufbaus der Universitätskirche St. Pauli - er war ihr geistiger Vater. Seine Vorschläge führten 1992 zur Gründung des Paulinervereins, Bürgerinitiative zum Wiederaufbau von Universitätskirche und Augusteum in Leipzig e.V. Mit wegweisenden Konzepten brachte er sich als Vorstandsmitglied ein – die Umgestaltung des Augustusplatzes sah er als eine Jahrhundertaufgabe an.
Traueranzeige Joachim Busse.pdf
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29.01.2021: „EINZIGE, GEWALTIGE INSPIRATION“ - Kanzel-Plädoyer von Professor Dr. Herbert Blomstedt
Die alte Kanzel, montiert an der Wand oder um eine Säule gewunden, ist wie eine Wurzel der Festigkeit. Sie erlaubt dem Prediger weite Gedankenausflüge und Experimente und lässt ihn doch zum Zentrum zurückkehren. Fantasie und Freiheit unter Verantwortung. Die alte Kanzel hat die ganze Geschichte Leipzigs gehört, und auch mitgestaltet. Sie kann es auch weiterhin mitgestalten, zum Segen der Studenten und Bürger der Stadt. Wenn wir sie nur wieder stellen wo sie hingehört. Sie ist eine einzige, gewaltige Inspiration.
„Wer das Alte nicht ehrt, ist des Neuen nicht wert“.
Playdoyer Herbert Blomstedt.pdf
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Dezember 2020: Ein Brief von Frieda Spitzbarth an Walter Ulbricht (im Volksmund „Spitzbart“ genannt) aus dem Jahr 1964 wurde dem Paulinerverein durch deren Enkelin übergeben
"Im Nachlass meiner 1964 verstorbenen Omi befanden sich 2 Dokumente, die ich bis heute aufbewahrt habe. Es handelt sich um den Durchschlag eines von ihr verfassten Briefes vom 28.01.1964, gerichtet an den Staatsrat der DDR Walter Ulbricht, in dem meine Omi eindringlichst darum bittet, die Paulinerkirche nicht abreißen zu lassen, entsprechende Gerüchte gab es zu dieser Zeit bereits. Das zweite Dokument ist die originale Antwort aus der Staatskanzlei vom 07.02.1964 mit dem Hinweis, dass 'städtebauliche Maßnahmen durch die örtlichen Staatsorgane geplant und durchgeführt werden' und ihr Schreiben deshalb zurück an den Rat der Stadt Leipzig gesandt wurde.
Beide Dokumente würde ich dem Paulinerverein sehr gerne schenken. Es wäre mir eine große Freude, wenn sie Ihnen zur Vervollständigung Ihrer Dokumentation von Nutzen sein könnten."
1964_01_28 Brief an Staatsrat und Antwor
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29.12.2020: "Wort halten!"-Plädoyer von Dr. Stötzner - Fünf Fragen an Beate A. Schücking
Es ist schwer nachvollziehbar, dass sich elf Senatoren der zweitältesten Universität Deutschlands - bei einer Stimmenthaltung - gegen die Rückführung und angemessene Aufstellung eines ihrer wertvollsten Kunstwerke aussprachen. Es gibt dafür keinen Grund, weder technisch noch finanziell noch ideologisch. Es ist der Schatz der Universität, der hier absichtlich im Depot liegen gelassen wird. Jede andere Universität würde sich glücklich schätzen und wäre stolz, ein solches Kunstwerk zu besitzen und würde es natürlich auch zeigen und benutzen. Ist den Senatoren im Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft das Geschichtsbewusstsein abhandengekommen?
2020_12_29 Fünf Fragen an Beate Schückin
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20. 12.2020: Medieninformation "Tochter von Professor Rabenschlag schenkt Schlüssel der gesprengten Paulinerkirche"
52 Jahre nach der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli übergab Frau Ursula Schneider dem Paulinerverein aus dem Nachlass Ihres Vaters als Schenkung ein Schlüsselbund mit allen Schlüsseln der Räume und Zugänge zum Albertinum und zur Universitätskirche St. Pauli. Professor Rabenschlag (1902 – 1973), Universitätsmusikdirektor, Gründer und langjähriger Leiter des Leipziger Universitätschors, hatte die Schlüssel nach der Sprengung der Kirche aufbewahrt.
Medieninformation Schlüssel Paulinerkirc
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Advent 2020: Flyer für Weihnachten und das Neue Jahr
Wir erwarten, dass Universität Leipzig, Landeskirche und Staatsregierung gemäß Harms-Kompromiss die Kanzelaufstellung verwirklichen. Bisher von der Universität genannte konservatorische Probleme, die gegen eine Kanzelaufstellung sprechen, können durch die für die Orgel notwendige Be- und Entfeuchtung gelöst werden – Vollklimatisierung wie im Altarbereich. Die Glaswand kann dann für immer geöffnet bleiben.
Die Paulinerkirche ist in die Mitte der Stadt zurückgekehrt – setzen wir alles daran, dass als Symboldes freien Wortes die Kanzel in die Mitte der Kirche zurückkehrt!
Flyer_Weihnachten_2020.pdf
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Die unbekannte Tote aus der Paulinerkirche

Professor Dirk Labudde, Fakultät Angewandte Computer und Biowissenschaften der Hochschule Mittweida, rekonstruierte mit seinem Team einen aus der Paulinerkirche geborgenen Schädel, der von von Wilfried Richard im September 2019 in der Hochschule Mittweida an Professor Labudde zur Schädelrekonstruktion übergeben wurde. Die Untersuchung ergab, dass der Schädel von einer Frau zwischen 40 und 60 Jahren stammt. Mit der Schädelrekonstruktion gab er der unbekannten Toten aus der Paulinerkirche ein Gesicht. Sie steht stellvertretend für die über 600 einst in der Kirche Begrabenen, deren Gebeine 1968 in einem unvorstellbaren Akt der Barbarei und Grabschändung in weiten Teilen vernichtet wurden. Die kostenlose Schädelrekonstruktion durch Professor Labudde und sein Team hat für den Paulinerverein eine hohe Bedeutung und wir sind ihm dazu zu Dank verpflichtet. Am 10.06.2020 fanden die Dreharbeiten für die Serie „MDR-Zeitreise“ zum rekonstruierten Schädel in der Geschäftsstelle des Paulinervereins und in der Paulinerkirche statt, an der der Finder des Schädels Günther Krimmling und der  Vorsitzende des Paulinervereins Wilfried Richard mitwirkten (s. Seite Fotos 2020). 

(Fotos: Hochschule Mittweida)