Veröffentlichungen 2017

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25.08.2017: Leipzig erhält Unikirche als modernen Bau zurück (epd)
Vom strahlend weißen Kirchengewölbe hängen von innen beleuchtete Glassäulen herab. Sie ragen in den Raum und symbolisieren wie sich die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli vor 49 Jahren in die Geschichte Leipzigs eingebrannt hat. Am Mittwoch hat die Universität der Messestadt eine neue Aula und eine neue Kirche zurückerhalten. Im sogenannten Paulinum auf dem Grundriss der abgetragenen Kirche am Augustusplatz wurde die Fertigstellung gefeiert - acht Jahre später als zunächst erwartet.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) lobte den "Simultan-Ort für Wissenschaft und Glauben". Die offizielle Eröffnung will die Universität aber erst Anfang Dezember feiern. Die Bauabschlussfeier hatte am Mittwoch mit einer ökumenischen Andacht begonnen. Der Dresdner Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer bezeichnete die Fertigstellung der neuen Universitätskirche als ein "Heilungsgeschehen". Das Paulinum sei "Umhüllung für zwei Räume - optisch und geistig".
2017_08_25 Leipzig erhält Unikirche als
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23.09.2017: Ansprache der Dresdner Oberlandeskirchenrats Dietrich Bauer zur Bauabschlussfeier
So gesehen repräsentiert der Kirchraum in diesem neuen Universitätsgebäude vielmehr: Der menschliche Geist und das menschliche Wissensvermögen beruhen auf Voraussetzungen, die der menschliche Geist selbst nicht schaffen kann. Das Phänomen des Lebens selbst, die menschliche Gemeinschaft und die Naturgesetze. Damit aber braucht es Verständigungsräume. Orte, wie diesen, die universal, daher in einer ganzheitlichen Perspektive, Freiheit und Geist zueinander in Beziehung setzen. Und insofern bilden Aula und Kirchraum, Wissenschaft und Glauben ein Spannungsverhältnis, das unauflösbar und lebensdienlich ist. Der Geist braucht Freiheit, die Freiheit braucht Geist. Ohne Freiheit verkümmert der menschliche Geist.
„Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ So schreibt der Apostel Paulus im 2. Korintherbrief, Kapitel 3, Vers 18.
2017_09_23 Ansprache_Bauer_Bauabschlussf
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25.08.2017: Landesbischof begrüßt zielführenden Fortgang zur Aufstellung der Kanzel in St. Pauli
Landesbischof Dr. Carsten Rentzing begrüßt nach Abschluss der Bauarbeiten am ‚Paulinum, Aula und Universitätskirche St. Pauli‘ in Leipzig den erklärten politischen Willen der Bauherren, die durch die Vernichtung der Kirche geschlagenen Wunden am Neubau sichtbar zu machen und sie zu schließen. Dazu zähle auch die Aufstellung der geretteten Kanzel, die jetzt zielführend einer externen fachlichen Prüfung unterzogen werden solle. Dr. Rentzing erinnert an die vor zweieinhalb Jahren abgegebene deutliche Empfehlung der Kanzelkommission zur Restaurierung und Aufstellung der historischen Kanzel der Universitätskirche St. Pauli.
2017_08_25 _Kanzel der Leipziger Univers
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15.11.2017: Wolff zur Sonderschau Transformation - Realität ist vom „Paulinum“ zur Universitätskirche
„Transformationen – Von der Universitätskirche zum Paulinum“ so titelt die Kustodie der Universität Leipzig unter ihrem Leiter Rudolf Hiller von Gaertringen eine Ausstellung, die die Geschichte der Universitätskirche St. Pauli schildern soll. Wer die Wirklichkeit eines Verbrechens, nämlich der Sprengung, ästhetisierend als „Transformation“ verleugnet, kann wohl eine Propagandaschau, aber keine Ausstellung konzipieren. Da wird die Geschichte auf den Kopf gestellt und die Wirklichkeit ideologisch verbogen. Daran arbeitet der Kustos dieser Universität seit Jahren. Auf ihn geht die sehr teure Schnapsidee zurück, das Langhaus der neuen Universitätskirche durch eine Plaste-Wand vom Chorraum zu trennen, um willkürlich und künstlich einen „Andachtsraum“ von einer „Aula“ zu trennen. Gegen jeden Sachverstand verbreitet er die Mär, das sei aus klimatischen Gründen notwendig.
2017_11_15 Wolff - vom Paulinum zur Univ
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28.11.2017: Pfarrer Wolff fragt zur neuen Universitätskirche St. Pauli – feiern oder eiern
Vieles von dem, was die Vertreter/innen der Universität Leipzig jetzt wieder verlauten lassen, mutet wie ein staksig-unbeholfener Eiertanz an. Da wird auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Einweihung als erstes die Betriebsruhe der Universitätskirche über Weihnachten und Neujahr verkündet – so als ob das eine völlig überraschende Information ist, dass Gottesdienste in der Regel an Sonn- und Feiertagen stattfinden. Da tischt der Kustos der Universität den versammelten Medien weiter sein Ammenmärchen auf, als sei die schon jetzt verstaubte, optisch wabernde Plaste-Trennwand zwischen Chorraum und Langhaus eine klimatische Notwendigkeit. Sie ist aber lediglich ein ästhetischer und sehr teurer Schildbürgerstreich, der lieber heute als morgen sein Ende finden sollte. Da wird der restaurierten historischen Kanzel eine drei-semestrige „Klima-Probezeit“ verordnet. So lange brauchen wohl einige, um ihre Phobien (hoffentlich zu Tode) zu pflegen.
2017_11_28 Wolff zum Eiern.pdf
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03.12.2017: Landeskirche zum Einweihungsgottesdienst der neuen Universitätskirche St. Pauli
Zusammen mit Universitätsprediger Prof. Zimmerling stellte der Landesbischof mit Lesung und Gebet die Universitätskirche St. Pauli in den Dienst Gottes. Anschließend wurden die Schwalbennestorgel (Metzler-Orgel) seitlich oberhalb des Chorraums und die größere Jehmlich-Orgel auf der Empore mit Orgelstücken und mit dem Adventslied „Macht hoch die Tür“ eingeweiht. Es folgten die Indienstnahme des Ambo, dem Platz der Bibel und der Wortverkündigung, sowie der Platz der Heiligen Taufe (Taufstein). In seiner Predigt sprach Prof. Dr. Peter Zimmerling „von dem Wunder von Leipzig“, dass die neue Universitätskirche an gleicher Stelle und in vergleichbaren Ausmaßen entstanden sei. „Heute feiern wir voller Dankbarkeit die sichtbare Vollendung dieses Wunders.“
2017_12_03 Landeskirche zur Indienstnahm
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