Veröffentlichungen Paulinerverein 2021

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29.01.2021: „EINZIGE, GEWALTIGE INSPIRATION“ - Kanzel-Plädoyer von Professor Dr. Herbert Blomstedt
Die alte Kanzel, montiert an der Wand oder um eine Säule gewunden, ist wie eine Wurzel der Festigkeit. Sie erlaubt dem Prediger weite Gedankenausflüge und Experimente und lässt ihn doch zum Zentrum zurückkehren. Fantasie und Freiheit unter Verantwortung. Die alte Kanzel hat die ganze Geschichte Leipzigs gehört, und auch mitgestaltet. Sie kann es auch weiterhin mitgestalten, zum Segen der Studenten und Bürger der Stadt. Wenn wir sie nur wieder stellen wo sie hingehört. Sie ist eine einzige, gewaltige Inspiration.
„Wer das Alte nicht ehrt, ist des Neuen nicht wert“.
Playdoyer Herbert Blomstedt.pdf
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04.02.2021: Recherche nach neuen Quellen zum Verbleib der Gebeine aus der 1968 gesprengten Paulinerkirche im Stadtarchiv
Auf der Grundlage des o.g. Stadtratsbeschlusses hat das Stadtarchiv Leipzig die eigenen Bestände sowie Unterlagen anderen städtischer Einrichtungen, des Bundesarchivs und des Stasi-Unterlagenarchivs gesichtet, um neue Erkenntnisse zum Verbleib der Gebeine aus der Paulinerkirche zu gewinnen. Die Frage nach dem Verbleib der Überreste zahlreicher Bestattungen aus der Universitätskirche St. Pauli wird seit ihrer Sprengung im Jahre 1968 immer wieder gestellt. Besondere Verdienste, dass der Untergang der Paulinerkirche immer wieder thematisiert wird, hat der gleichnamige Paulinerverein, der als Bürgerinitiative mit unermüdlicher Beharrlichkeit auch auf das ungelöste Problem des Verbleibs der in den Gräbern bestatteten Gebeine in Form von Vorträgen, Publikationen und anderen Initiativen hinweist und Aufklärung fordert. Die Informationsvorlage enthält den Aufsatzentwurf mit den Rechercheergebnissen des Historikers Friedemann Meißner.
2021_02_04 Stadtarchiv-Gebeine-Unikirche
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08.02.021: Einschätzung Richard zur „Recherche nach neuen Quellen zum Verbleib der Gebeine aus der 1968 gesprengten Paulinerkirche“
Auf der Grundlage des o.g. Stadtratsbeschlusses hat das Stadtarchiv Leipzig die eigenen Bestände sowie Unterlagen anderen städtischer Einrichtungen, des Bundesarchivs und des Stasi-Unterlagenarchivs gesichtet, um neue Erkenntnisse zum Verbleib der Gebeine aus der Paulinerkirche zu gewinnen. Nach meinem Widerspruch vom 06.03.2020 zu den mir von Meißner übergebenen ersten Rechercheergebnissen und den äußerst kritischen Diskussionen im öffentlichen Vortrag von Meißner am 17.09.2020 im Stadtarchiv zeigt sich im Abschlußbericht, dass über die in der Vergangenheit von Mitgliedern des Paulinervereins (Wurlitzer und Zumpe) erzielten Forschungsergebnisse hinaus keine Erkenntnisse gewonnen wurden.
2021_02_08 Einschätzung zur Recherche na
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03.04.2021: Gründungsmitglied des Paulinervereins Joachim Busse verstorben
In tiefer Trauer geben wir zur Kenntnis, dass das Gründungsmitglied des Paulinervereins Gymnasiallehrer Joachim Busse aus Osterode am Harz, 11.04.1927 - 03.04.2021, verstorben ist. Bereits im Jahre 1991 hatte Joachim Busse, aus Leipzig stammend, die Idee des Wiederaufbaus der Universitätskirche St. Pauli - er war ihr geistiger Vater. Seine Vorschläge führten 1992 zur Gründung des Paulinervereins, Bürgerinitiative zum Wiederaufbau von Universitätskirche und Augusteum in Leipzig e.V. Mit wegweisenden Konzepten brachte er sich als Vorstandsmitglied ein – die Umgestaltung des Augustusplatzes sah er als eine Jahrhundertaufgabe an.
Traueranzeige Joachim Busse.pdf
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30.05.2021: Gottesdienst zum Gedenken an die Sprengung der Universitätskirche 1968 / Predigt Landesbischof Tobias Bilz
Landesbischof Tobias Bilz hielt die Predigt. Die Thomaner sangen unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz. Liturgie und Lesungen übernahmen der Erste Universitätsprediger Prof. Dr. Frank Michael Lütze, die Rektorin Prof. Dr. Beate A. Schücking, die Theologin Helga Hassenrück und Mattis Bulk.
Helga Hassenrück sagte als Zeitzeugin:
„Herr, ich bitte für alle, die heute noch leiden an der brutalen Gewalt vor 53 Jahren, einer Gewalt, die in unsere Lebenswege eingriff, die Aufbegehren strafte an uns und unseren Kindern, die zerstörte, was uns lieb und wert war. Ich bitte um deinen Geist, dass wir nicht mit zu großer Trauer und Verbitterung zurückblicken. Lass uns Wege und Worte finden verstehbar von dir zu reden in diesem neuen Haus am alten Ort und - das wünsche ich mir - auf der alten Kanzel. Lass uns Worte und Wege finden zu denen, die gerade heute wieder vor diesem Haus demonstrieren, dass sie das nur als Aula und nicht als Kirche akzeptieren. Herr, erbarme dich.
2021_05_30 Gedenkgottesdienst Bericht.pd
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30.05.2021: Gottesdienst zum Gedenken an die Sprengung der Universitätskirche 1968 / Schmierereien im Umfeld des Bronzemodells
Das Vorstandsmitglied des Paulinervereins Helga Hassenrück, sagte als Zeitzeugin:
„Herr, ich bitte für alle, die heute noch leiden an der brutalen Gewalt vor 53 Jahren, einer Gewalt, die in unsere Lebenswege eingriff, die Aufbegehren strafte an uns und unseren Kindern, die zerstörte, was uns lieb und wert war. Ich bitte um deinen Geist, dass wir nicht mit zu großer Trauer und Verbitterung zurückblicken. Lass uns Wege und Worte finden verstehbar von dir zu reden in diesem neuen Haus am alten Ort und - das wünsche ich mir - auf der alten Kanzel. Lass uns Worte und Wege finden zu denen, die gerade heute wieder vor diesem Haus demonstrieren, dass sie das nur als Aula und nicht als Kirche akzeptieren. Herr, erbarme dich.“
Das Umfeld des Bronzemodells war 30 mal mit „Keine Kanzel in die Aula“ beschmiert worden. Nach dem Gottesdienst wischten Besucher das K weg. So prangte ca. 30 mal „Eine Kanzel in die Aula“ auf dem Augustusplatz bis hin in die Grimmaische Straße.
2021_05_30 Gedenkgottesdienst Bericht.pd
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30.05.2021: 53. GEDENKTAG DER SPRENGUNG DER UNIVERSITÄTSKIRCHE ST. PAULI AM 30. MAI 2021
Der Paulinerverein fordert von der Universität Leipzig:
Stellen Sie sich Ihrer Vergangenheit!
Legen Sie den Senatsbeschluss zur Nichtaufstellung der Kanzel
wegen klimatischer Bedenken vom September 2019 ad acta!
Bringen Sie die Barockkanzel von Valentin Schwarzenberger dort
wieder an, wo sie sich 230 Jahre lang befand!
Die Kanzel gehört in die Universitätskirche St. Pauli!
Handzettel 30 Mai 2021.pdf
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11.06.2021: Akademische Gedenkvesper in der Universitätskirche St. Pauli in memoriam Prof. Dr. theol. Ernst-Heinz Amberg  

„Wir können zum geplanten Abbruch der Universitätskirche nur unmissverständlich Nein sagen“ - zum ehrenden Gedenken an Prof. Dr. theol. Ernst-Heinz Amberg fand am 11. Juni 2021 um 18:30 Uhr eine Akademische Vesper in der Universitätskirche St. Pauli statt. Es sprachen Prof. em. Dr. Wolfgang Ratzmann und Prof. Dr. Rochus Leonhardt. Der Name Ernst-Heinz Amberg (11.6.1927–11.12.2020) ist untrennbar mit der Leipziger Universitätskirche St. Pauli verbunden. Als die Paulinerkirche 1968 gesprengt werden sollte, um einem gesichtslosen sozialistischen Mustercampus zu weichen, hat er als Dekan der Theologischen Fakultät im Senat als einziger die Zustimmung verweigert.

 

Professor Amberg wurde 1992 zum Ehrenmitglied des Paulinervereins ernannt. 

(s. auch Fotodokumentation)