Veranstaltungen 2008

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10.01.2008 Einladung Podiumsdiskussion: Die Universitätskirche in Leipzig - Gotteshaus und Politikum. Ort des Bekennens
Teilnehmer:
der Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Prof. Dr. Rainer Eckert,
der Rektor der Universität, Magnifizenz Prof. Dr. Franz Häuser,
der Theologe Prof. Dr. Christoph Michael Haufe,
der Direktor des Museums in der Runden Ecke Tobias Hollitzer,
der Kabarettist und Autor Bernd-Lutz Lange,
der Dekan der Theologischen Fakultät Prof. Dr. Rüdiger Lux,
der Mediziner OMR Prof. Dr. med. Wolfgang Schmidt
der Vorsitzende des Paulinervereins Dr. Ulrich Stötzner und
der Pfarrer an der Thomaskirche Christian Wolff.
Die Moderation des Gesprächs übernimmt Alexander Mayer vom MDR.
2007_01_10 Drittes Forum.pdf
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Hinweis:

Informationen zum Inhalt der beiden Foren sind im Menüpunkt Veröffentlichungen Paulinerverein/2008 zu finden

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28.01.2008: Friedensgebet in der Nikolaikirche
•• • • • dann werden die Steine schreien" .
Friedensgebet für die Universitätskirche St. Pauli Montag, 28.01.2008, 17.00 Uhr in der Nikolaikirche Leipzig.
Orgel: Kantorin Gabriele Wadewitz, Begrüßung und Information: Pfarrer Christian Führer, Predigt: Professor Dr. Christoph Michael Haufe, Texte: Pfarrer i. R. Gerd Mucke.
2008_01_28 Friedensgebet.pdf
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28.01.2008: Predigt Pfarrer Christoph Michael Haufe beim Friedensgebet für die Universitätskirche St. Pauli
ln Kürze wird. es 40 Jahre her sein, was mit unserer Leipziger Univesitätskirche St. Pauli geschah zu unserem Entsetzen. Es war ein stummes Entsetzen. wer laut wurde, bezahlte mit Freiheit, Heimat, Beruf und Gesundheit. Auch der Versuch, in der Sterbe des Sterbens der Kirche vormittags um 10.00 Uhr am 30. Mai 1968 die Glocken der Leipziger Kirchen zu läuten, mißlang. Die Angst ging um und nistete unter uns. Wir lernten hören, wie die Steine schrien. In meinen Ohren wohnt noch das Brehen der Mauern, der splitternde Fall, das Nagen der Bagger, die Fahrten der Kipper durch die Stadt zur Deponie. Alles unter Bewachung, daß niemand ein Andenken nehme und bewahre. Das Schreien der Steine lebt in uns fort.
2008_01_28 Predigt Haufe.pdf
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29. und 30. Mai 2008: Gedenken an die Sprengung der Universitätskirche vor 40 Jahren
Donnerstag, 29.Mai 11 Uhr Thomaskirche: Gründungsakt der Stiftung „Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig“

Freitag, 30.Mai 10 Uhr Nikolaikirche: Universitätsgottesdienst - Predigt: Landesbischof Jochen Bohl

11 Uhr Augustusplatz Gedenkveranstaltung des Paulinervereins „Die Universitätskirche wird leben“
- Ansprache: Friedrich Schorlemmer - Persönliche Zeugnisse, u.a. Prof. Ludwig Güttler
Anschließend: Demonstration für die Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig

20 Uhr Thomaskirche: Gedenkkonzert des Universitätschores:
Bach, Bräutigam (Auftragskomposition), Schostakowitsch
2008_05_29_und_30 Programm Gedenken.pdf
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Himmelfahrtsgottesdient 1968: Predigt Prof. Heinz Wagner - Letzte evangelische Predigt in der Universitätskirche
Anmerkung:
Zur Gedenkveranstaltung am 30.05.2008 wurde ein Ausschnitt aus einer Tonbandaufzeichnung von 1968 vorgespielt.
1968 Predigt Wagner.pdf
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30.05.2008: Rede des Vorstandsvorsitzenden Dr. Stötzner
Wir sind beunruhigt über Vorstellungen und Entwicklungen für die Zukunft dieses Hauses. Sprüche wie „Wir bauen eine Aula und keine Kirche“, offiziell und öffentlich ausgesprochen, oder – mit Blick auf die Frauenkirche - „Leipzig ist nicht Dresden – Gott sei Dank“ – hier am Hauptgebäude der Universität wochenlang plakatiert – machen mir Angst.
Ist doch hinter solcherlei Gedankengut – bewusst oder unbewusst - eine Geisteshaltung zu befürchten, die vor 40 Jahren letztendlich zu eben dieser Vernichtung führte
2008_05_30 Ansprache_Stötzner.pdf
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30. 05.2008 Rede Friedrich Schorlemmer: " Von Abgötterei, Lügen und Krämerei ganz loskommen“
Leipzig braucht die Universitätskirche als eine störende, als eine heilsame Erinnerung, in der Vergegenwärtigung geschieht, damit menschliche Zukunft gefördert wird, immer das bedenkend, worüber wir als Menschen nicht verfügen können. Kirche als ein Störfaktor, ein innerer Kraftquell, ein Orientierungsort. Die Kirche soll jedem als Kirche erkennbar bleiben und allem offenstehen, was einem solchen Raum angemessen ist.
Und offen für alle bleiben – mitten in der Universität!
2008_05_30 Schorlemmer_Rede.pdf
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30.05.2008: Pfarrer Führer ruft zur Demo auf
Nach dem Universitätsgottesdienst am 30.Mai 2008 um 10.00 Uhr in der Nikolaikirche mit
Landesbischof Jochen Bohl wird gegen 11.15 Uhr eine Veranstaltung am Universitätskomplex
stattfinden. Ich rufe auf, daran anschließend eine Demonstration durchzuführen mit drei klaren
Zielen:
- Beibehaltung des Jahrhunderte alten Namens "Universitätskirche St.Pauli
- Wiederaufstellung von Kanzel und Altar
- keine trennende Glaswand
2008_05_30 Pfarrer Führer Demo.pdf
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Hinweis:

Eine Pressemitteilung der Universität nennt Details des Gedenkkonzerts in der Thomaskirche,

s. Veröffentlichungen Universität/2008

Die Rede des Oberbürgermeister Jung  und das Grußwort von Frau Staatsministerin Stange finden Sie unter den aufgeführten Links


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31.10.2008: Thesenanschlag vor dem Bauzaun am Augustusplatz zum Reformationstag
Auf der Kundgebung mit einer Beteiligung von über 1000 Personen haben gesprochen: Superintendent Martin Henker, SPD-Bundestagsabgeordneter Gunter Weißgerber und Studentin Tina Binder.
Wir wollen der Forderung Nachdruck verleihen, dass die neue Universitätskirche auch so benannt wird und keine trennende Glaswand erhält.
2008_10_31 Thesenanschlag Aktionsbündnis
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31.10.2008: Rede Gunter Weißgerber zum Thesenanschlag vor dem Bauzaun am Augustsuplatz zum Reformationstag
Insgesamt steht die Auseinandersetzung um die Glaswand in der neuen Kirche - es ist eine Kirche, so werden Kirchen gebaut - natürlich nur stellvertretend für einen viel tiefer gehenden Konflikt: Es geht um die Bewertung von 1953 (Volksaufstand in der DDR), 1956 (Volksaufstand Ungarn), 1961 (Einmauern der Ostdeutschen), 1968 (während im demokratischen Westen †Wagemutige‡ Steine werfend die Demokratie verbessern wollten, handelten im diktatorischen Osten ‚beraus tapfere Menschen für grundlegende Menschen und Freiheitsrechte), 1977 (Charta ‘77), 1981 (Polen) und 1989 (friedliche Revolution im Ostblock).
2008_10_31 Weißgerber rede_reftag.pdf
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31.10.2008: Rede Tina Binder (Theologiestudentin) zum Thesenanschlag vor dem Bauzaun am Augustsuplatz zum Reformationstag
Ein klares Bekenntnis zu der Traditionen aus der wir kommen, ist eine deutliche, klare Aussage. Die dann auch anders als weltanschauliche Neutralität eine auch in Frage zu stellende Position bezieht. Und genau das ist gewünscht und wird gebraucht!
Hierzu gehören sicherlich auch Altar und Kanzel. Die Kanzel als deutlichestes und eindrücklichstes Symbol für den Ort des freien Wortes. Ein musikalischer, akademischer und gottesdienstlicher Raum muss entstehen. Kein Raum der Stille. Keine Vitrine für Christen, wie es auf einem Plakat an der Immatrikulationsfeier der Universität zu lesen war. Ein Ort des freien Wortes. Alles andere setzt meiner Meinung nach die Sprengung von 1968 fort.
2008_10_31 Rede am Bauzaun Binder.pdf
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